Papa Roach - Time for Annihilation…On The Record and On The Road

Das Coverartwork entblößt die Träume, denn Rockstars wollen sie sein. Allerdings sind PAPA ROACH nie über den Status eines One-Hit-Wonders hinausgekommen. Und auch mit der anstehenden CD/DVD Veröffentlichung "Time for Annihilation…On The Record and On The Road" ist keine Besserung in Sicht. Live sollen die Amerikaner ihre Qualitäten haben, daher wurden auf die CD (nur diese lag zur Besprechung vor) gleich 9 Songs "On The Road" gepresst. Langweilig, obwohl "everybody" immer "jumping" muss und trotz der vielen "ei an o's, everybody let go's".

Interessanter ist ein Jahr nach dem letzten Studioalbum dann der Querschnitt des Hier und Jetzt, manifestiert durch die ersten 5 Tracks "On The Record". Und da wird bei "Burn" sofort klar, dass PAPA ROACH einen Kuchen vom LINKIN PARK Publikum abhaben wollen, denn auch sie verbinden Stadionkompatibilität unbissig mit etwas härteren Rock, der voll auf den Refrain aufbaut, mit elektronischen Schnippseln unterlegt ist und Intensität oberflächlich vorgaukelt. PAPA ROACH wollen unbedingt mal wieder einen Hit schreiben, "On The Record" hält aber nur laue Lüftchen parat. Bestes Beispiel "Kick In The Teeth", das mit seinen NaNaNa's und untergemischten Publikumsbeifallsbekundungen noch nicht einmal dem Haarspray Metal der 80er Jahre das Wasser reichen kann und damit vom "Kick" meilenweit entfernt ist. Fehlen dürfen dann auch die balladesken, sehr ruhigen Töne nicht. Töne, die die Feuerzeuge animieren sollen. Bei "No Matter What" bleiben diese aber besser in der Hosetasche, denn jeder weiß, wie gefährlich es ist, mit offenem Feuer einzuschlafen. "The Enemy" strotzt dann zum Abschluss noch einmal vor...nichts. "Time for Annihilation…On The Record and On The Road" zeigt damit eine Band, die Erfolgen hinterher hechelt und dabei mehr als zuvor 0815 geworden ist.

Tracklist:
01. Burn
02. One Track Mind
03. Kick In The Teeth
04. No Matter What
05. The Enemy
06. Getting Away With Murder (Live)
07. ...To Be Loved (Live)
08. Lifeline (Live)
09. Scars (Live)
10. Hollywood Whore (Live)
11. Time Is Running Out (Live)
12. Forever (Live)
13. Between Angels and Insects (Live)
14. Last Resort (Live)



Record Info
Release Date 27.08.2010
Online 24.08.2010
Autor(en)
Label Eleven Seven Music
http://www.myspace.com/elevensevenmusic
Band Mehr Informationen zu Papa Roach
http://www.paparoach.com


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iamian - 24.08.10 12:03

time for annihilation...on the band itself.

^^ - 24.08.10 13:03

Naja n One Hit Wonder ist dann doch was anderes als ne Band die sich seit mittlerweile 13 Jahren oder so durchzusetzten weiß und mit jedem neuen Album MTV Airplay bekommt. Das sie unfassbar austauschbar sind, auf möchtegern hart machen und alesin den letzten 6 Jahren eher Grütze war will ich jedoch nciht abstreiten. Ich hab hier noch irgendwo die Live DVD von vor was weiß ich wie vielen Jahren rumfliegen welche ganz gut war. Die war nach meinen Erinnerungen fast ohne diese lächerlichen Aufforderungen. Typische Money goes over love band...

@^^ - 24.08.10 13:48

ist natürlich ein klein wenig provokativ gemeint mit dem One-Hit-Wonder. Aber letztlich wird die Band immer noch auf "Last Resort" reduziert...

Tobe - 24.08.10 19:29

zurecht.

Horstl - 25.08.10 14:17

Moment moment. One Hit Wonder wegen Last Resort. Ist klar, dass ihr euch nur an den Titel erinnern wollt, weil da mal einer mit einem Straight Edge Shirt im Video war und sich die Hardcore Gemeinde daran mit glitzernden Augen aufgeilt. Papa Roach sind schon ewig dabei, haben im Gegensatz zu anderen Bands nicht jedes jahr 3 neue Mitglieder reingeholt und schreiben konstant gute Alben. Da sind Linkin Park um einiges schlechter. Und so wollen PR gar nicht klingen. Die spielen schon seit ein paar Alben richtig guten Rock, mehr nicht. Das dieses Album relativ fürn Arsch ist, ist keine Frage, aber PR auf Last Resort zu minimieren ist etwas daneben.

iamian - 25.08.10 14:42

ich reduziere die eigentlich immer auf blood brothers. das war der übertrack von infest und dem tony hawk pro skater 2 spiel auf der playstation.
nennenswert gut fand ich auch nur infest und zum teil lovehatetragedy.
aber für mich haben da in der nü-metal zeit bspw. alien ant farm die interessanteren sachen abgeliefert.
also konstant gute alben von papa roach kann ich nicht verzeichnen.
in der orgy/deadsy/powerman 5000 zeit, wo auch ross robinson und josh abraham unzertrennlich mit dem begriff new metal verbunden waren, da waren papa roach zur richtigen zeit am richtigen ort. also so seh ich das.

xxx - 05.09.10 04:08

warum wird hier son scheiss besprochen?? hat das was mit hardcore zu tun? obwohl, die frage kann ich mir sparen, hier gehts ja längst nich mehr um hardcore...

Hans - 06.09.10 21:30

Na na na, Hausaufgaben nicht gemacht würde ich sagen ;-). One Hit Wonder ist hier mal ganz charmant ins Klo gegriffen. Die Band chartet mit jedem Album, spielt ausverkaufte Tourneen und überzeugt nicht zuletzt live IMMER. Von einem OHW zu sprechen, nur weil vielleicht nix mehr im TV oder Radio läuft, ist Unsinn. Was kommt denn schon noch an härterem Rock im TV außer vielleicht Linkin Park? ;-).
Apropos LP-Publikum: das is noch der größte Irrsinn in deinem Text. Also wenn PR jetzt neuerdings nach LP klingen, dann is einer von uns beiden taub. Und ich bin Hörgerätetechniker, wenn ich es nicht höre, wer dann? :-)