God Dethroned - Under The Sign Of The Iron Cross

Alles beim Alten im Hause GOD DETHRONED? Zunächst ja, denn auch nach dem letzten Album „Passiondale“, das erst 1 ½ Jahre auf dem Buckel hat, rotierte das Bandkarussell bei den Rosenmördern. Seit jeher sind die Holländer um Bandkopf, Sänger und Gitarrist Henri Sattler dafür bekannt, mit ständig wechselnden Begleitmannschaften Alben aufzunehmen. Letztlich egal, wer hinter Henri steht, er ist der Riffmeister, Sänger und macht den Unterschied aus. Auch thematisiert „Under The Sign Of The Iron Cross“ wie der Vorgänger den 1. Weltkrieg, allerdings ist das Konzept diesmal weiter gefasst („Passiondale“ beschäftigte sich vor allem mit der gleichnamigen Schlacht), so dass u. a. auch der deutsche Jagdflieger Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen lyrisch abgehandelt wird.

Zunächst fällt das neue, alte Branding auf dem Coverartwork auf, das bisher nur ein reguläres Studioalbum zierte, das Debüt „The Christ Hunt“. So als wollen sie damit ein Statement verkünden, dass es zurück in die Vergangenheit geht, zurück zur Brachialität, zur Ruppigkeit und zum Black/Death-Geknüppel. Und tatsächlich, nach dem langweiligen Intro, das einen deutschen Redner wiedergibt, lassen es GOD DETHRONED derbe krachen! So als solle „Under The Sign Of The Iron Cross“ das „Reign In Blood“-Album des Quartetts sein, wird harsch und ohne Kompromisse nach vorn geprügelt. Die majestätisch erhabenen Melodiebögen der letzten Alben müssen mit der Lupe gesucht werden, GOD DETHRONED zelebrieren 2010 lieber auf den Punkt kommenden, knackig blackige Death/Thrash-Gewitter, die durchweg im Highspeed Tempo zünden. Allerdings bauen sie dabei immer wieder MORBID ANGEL Gewölbebögen im Hintergrund ein, die zeigen, dass die Jungs im Gefüge GOD DEHRONED spielerisch mittlerweile vom Belächelten zum ernstzunehmenden Technikgegner gewechselt sind. Ein dann noch eingesetztes Stilmittel ist das Herunterfahren der Geschwindigkeit am Ende der Songs, die dann ganz ruhig und melancholisch ausgeblendet werden. Im Titeltrack bauen sie dann noch einen sehr guten gesanglichen Klargesang ein, der sich wohlwollend vom Rest der Henri`schen Gruntigkeit abhebt und als eines der Highlights auf dem Album hervorsticht.

Obwohl nur eine kurze Zeit zwischen den Releases liegt, sind GOD DETHRONED nach wie vor ein Garant für Qualitäts-Death Metal mit Black und Thrash Einschlag aus Holland. „Under The Sign Of The Iron Cross“ gleicht einem cholerischen Wutausbruch und steht im glanzvollen Backkatalog der Band ganz oben.

Tracklist:
01. The Declaration Of War
02. Storm Of Steel
03. Fire Storm
04. The Killing Is Faceless
05. Under The Sign Of The Iron Cross
06. Chaos Reigns At Dawn
07. Through Byzantine Hemispheres
08. The Red Baron
09. On Fields Of Death & Desolation

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Record Info
Release Date 19.11.2010
Online 18.11.2010
Autor(en)
Label Metal Blade
http://www.metalblade.com/
Band Mehr Informationen zu God Dethroned
http://www.goddethroned.com/


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Kann ich nicht lesen

Blasta Tha Butcha! - 18.11.10 19:03

Under the sign of the iron cross? GRAUZONE, Leute!

grey panther - 19.11.10 08:17

Grauzone?? Das ist ja schon eindeutige Rechtsoffenheit!!!
Ich sehs kommen, in zwei Wochen prangt im allschools Banner die deutsche Reichskriegsflagge, das allschools Logo wird in ein Hakenkreuz umgeformt und statt dem Sänger wird ein SS-Offizier mit Hitlergruß die allschools Leser begrüßen.

xn - 19.11.10 08:52

naja...jungs, jetzt mal nicht übertreiben. Kriegsthemen waren schon immer da im death metal. Und ne Band wie Bolt Thrower, die Kings in diesem Bereich, wird wohl niemand wirklich an den rechten Rand stellen wollen.

Die Platte behandelt übrigens den ersten Weltkrieg, das Eiserne Kreuz hat mit den Nazis im Grunde nichts zu tun (Militärorden seit 1813) und die Texte auf dem Album sind äußerst Kriegskritisch.

..oder ist mir am frühen morgen etwa die Ironie der Beiträge entgangen?

Clement - 19.11.10 09:07

@xn: Ironie wohl weniger, sondern mehr Dummschwätzerei, die mittlerweile nur noch nervt

Tobe - 19.11.10 12:10

was wirklich nervt, ist, dass es manche immer noch nicht schnallen und den sh.. doch glatt noch ernst nehmen hahaha

Enno - 19.11.10 17:55

Die ganzen "Grauzone!"-Kommentare sind echt ungeheuer nervig und nichtmal sonderlich bedacht oder intelligent.

Blasta Tha Butcha! - 19.11.10 18:12

Tja, schon doof, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt