Bullet For My Valentine - The Poison

Ehrlich gesagt hätte ich ein Album in dieser Form von den Jungs von Bullet For My Valentine nicht erwartet. Nach der Hand Of Blood Ep, die ja reichlig Staub im schwarz-gescheitelten Metalcore Lager aufgewirbelt hat, hätte ich nicht gedacht, dass man mit "The Poison" dazu im Stande ist ein Schippe an Härte draufzulegen. Vielmehr hätte die geneigte Hörerschaft wohl darauf gewettet, dass man noch mehr melodische Parts einbaut, und noch mehr auf den Song schielt. Doch hey sie haben den anderen Weg gewählt, und schmeissen ein Paar Kohlen nach. Die 13 Songs sind metallastiger, die Doublebass wird heftiger getreten und trotzdem sind die Songs weiterhin super melodisch und (metal)discokompatibel. Wenn man es nicht besser wüßte, würde man bei der Frage der Herkunft dieser Jungs klar auf die USA tippen, aber Bullet For My Valentine kommen wie auch ihre wohl größte Referenzband Funeral For A Friend aus den UK. Zum Teil sind hier Songs enthalten die auch schon auf der Ep vorhanden waren, aber bei der hohen Qualität dieser Songs tut das dem Hörgenuss des Albums keinen Abbruch. Erfreulich ist zudem, dass man es schafft ein paar neue und nicht unbedingt erwartete Elemente neben dem erhöhten Metalfaktor einfließen zu lassen: So trumpft ein Song wie "All These Things I Hate" mit akustischem Geklimper auf, der zwar auch nicht neues mehr in diesem Genre ist, der aber erfrischend wirkt. Persönlich finde ich die vereinzelt eingestreuten Metalsoli sehr gelungen. Iron Maiden lassen grüßen! Ich bin positiv überrascht.

Abzüge gibt es jedoch für den unheimlich gezwungenen und zäh fließenden Pathos, der hier wieder einmal glorifiziert wird. Man betrachte nur das Cover: Eine vollbusige, schöne Frau liegt blutüberströmt mit einem Kopfschuss auf dem Boden. Ein Schattensilhouette fällt auf die Leiche und sorgt noch für einen geheimnisvollen Touch. Fehlen eigentlich nur noch Rasierklingen und aufgeschnittene Pulsadern. Es ist mir einfach unbegreiflich warum jede x-beliebige Metal-Core Band auf diese Klischees zurückgreifen muss und immer wieder diese typischen Bordeline-Illustrationen verwenden und publizieren muss. Ich weiß ja langsam, dass eure Leben nicht leicht sind, und ja hin und wieder sterben Menschen, und es soll sogar schon vorgekommen sein, dass euch euer Partner verlassen hat. Vielleicht liegt letzteres aber auch nur daran, dass ihr lieber in Selbstmitleid versinkt und auf die böse, böse Welt schimpft und glaubt dass sich alles und jeder gegen euch verschwört. Ich weiß es nicht, aber lasst euch doch bitte mal etwas anderen einfallen.Blendet man mal diesen letzten Absatz (auch wenn das schwer fällt) ist die Platte sehr standesgemäß und ordentlich geworden.



Record Info
Release Date 01.01.1970
Online 18.09.2005
Autor(en)
Label Gun Records
http://www.gunrecords.de
Band Mehr Informationen zu Bullet For My Valentine
http://www.bulletformyvalentine1.com/


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(7 Punkte)
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(7,16 Punkte)

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ht - 28.07.06 03:24

so.. habe mir mal das album ganz angehört.. ist wirklich gut, auch wenn der hype überzogen ist!
7,5/10 sag ich mal..

si - 28.07.06 11:37

...bäh! so ein hype um so eine doofe band...schnell weg!

HIMself - 08.08.06 00:31

ich hab mir das album seit dem release schon so oft angehört und verstehe nicht wie man "bäh" zu dieser genialen band sagen kann.ich hoffe das sie noch mehr solche genialen alben rausbringen

Wiiiik - 09.01.07 13:57

Die Leute die "bäh" zu dieser Band sagen, sind dann die, die sich auf ihre Schiene eingefahren haben, sich das Album bzw die Band nie angehört haben, und sie nur scheiße finden, weil jemand aus ihrer "Szene" sie nicht mag. Denn das Album is absolut genial. Kann man weder technisch, noch Songschreiberisch ( :D ) was gegen sagen :P

Yannick - 09.01.07 18:53

ich hab mir die Platte oft angehört. Hand Of Blood is nach wie vor ein klasse Song. Aber ich musste feststellen, dass der Rest- bis auf ein paar Ausnahmeriffs- sich in Schema Spielart kaum unterscheidet. Nichts weiter als stereotypisierte Musik. Sicher, die Jungs spielen ihren Kram gut runter, mehr aber auch nicht. Hier wird auf Nummer sicher gegangen, die Trends immer im Auge. Neu ist das hier auf keinen Fall, hier und da etwas abgekupfert und fertig ist der Brei. Außerdem klingt der cleane Gesang bei jedem Song gleich.

PS: Zum Glück waren As I Lay Dying live dabei, denn wegen BFMV alleine sind live nicht einmal drei Groschen wert...

Dario - 10.01.07 00:23

Na ja, As I lay Dying sind selbst zusammen mit Bullet For My Vallentine auch keine knappen 30 Euro wert...

Yannick - 10.01.07 13:30

meiner Meinung nach schon...

gr - 10.01.07 18:40

haha 30€? jetzt spinnen die ja völlig.

metalfan - 13.05.07 12:34

und mal wieder zu spät.die band ist wirklich verdammt gut.bloss später wird es ein wenig schlechter,denn ab cries in vain werden die lieder nur durchschnitt.dies sind zwar nur 3, ist aber trotzdem schade

metalfan - 13.05.07 12:37

p.s. as i lay dying sind verdammt gut.falls noch eine dritte band als headliner dabei wäre(muss aber besser sein als die beiden),wäre es schon sein geld wert.als vorband wären vielleicht haste the day ganz praktisch.

Yannick - 13.05.07 13:41

lange zu spät. naja, wer bullet for my kinderdisco unterstützt, ist selbst schuld. die bringen jetzt schon die dritte neuauflage von the poison raus mit ein paar bonustracks....das ist nichts als kommerz der güteklasse a und rein musikalisch läuft sich dieses album meiner meinung nach innerhalb kürzester zeit tot. wenn sie dann bei einem song aufgrund einer auskopplung noch den schreigesang in cleanen gesang umwandeln, ist das einfach nur noch lächerliche konformität....ekelhafte penner, diese band....

metalfan - 13.05.07 20:23

nun ja.dies ist vielleicht richtig.ich kann auch nicht verstehen,dass sie so erfolgreich sind,aber schlecht ist das album keineswegs.es gibt viele metalcore bands,die besser sind,z.B. Threat Signal,As I Lay Dying,The Sorrow,Haste The Day,Unearth usw.aber das versteh einer.von mir gabs auf jeden fall 7/10 punkten,und das ist in ordnung.

FKK - 14.05.07 11:27

Threat Signal ist eine Metalcore-Band??

gbd - 14.05.07 13:56

ist nicht, aber bfmv und die neuen haste the day auch nicht.

gbd - 14.05.07 13:57

zum album: kein schrott, aber auch nicht gut. also durchschnitt. 5/10.

FKK - 14.05.07 13:59

ich finde ein Lied richtig geil: The End. Der rest ging so an mir vorbei. Aber The End knallt gut...

metalfan - 14.05.07 20:32

meiner meinung nach ist threat signal metalcore (wird auch überall so eingestuft),und zwar eine der geilsten überhaupt.veiles deutet doch darauf hin (das gekreische,die cleanvocals).bei bfmv auch,und die neuen haste the day sind es auch,aber nicht pur.z.B. Servant Ties geht schon fast zu emo über, janets planet ist es auch nicht.aber songs wie the oracle, vertigo, chorus of angels, pressure the hinges sind doch eindeutig metalcore.und die cleanvocals müssen doch nicht immer im chorus sein, sondern können doch auch die strophe bilden.

metalfan - 15.05.07 12:43

ich hab gesagt meiner meinung nach.schwätzer.aber mit soilwork hab ich mich noch nicht beschäftigt und in flames hab ich mir auch noch nicht wirklich angehört.aber diese bands sind meiner meinung nach metalcore!!

FKK - 15.05.07 12:43

wenn ich von der Begrifflichkeit ausgehe ist Metalcore ursprünglich ein Stilmix aus Heavy Metal und Hardcore. Erste Vertreter für mich waren Pro Pain, auch ein wenig AF (irgendwie der Soli wegen). Aber die Grenzen sind natürlich fließend. Aber Threat Signal, naja....

tobe - 15.05.07 12:43

sorry, aber den vocals nach kann man jetzt wirklich keine band in schubladen packen...
wobei ich die schubladen-sache eh überholt finde...

knaarz - 15.05.07 12:44

haha in flames/soilwork und metalcore...

metalfan - 15.05.07 14:40

hab ich nicht behauptet.ich hab gesagt,dass ich mit in flames und soilwork gar nichts am hut hab.und threat signal,ob metalcore oder nicht,sind einfach eine der geilsten bands überhaupt.

Kiki - 15.05.07 16:44

Also, In Flames und andere schwedische (Melodic) Death Metal Bands haben insofern etwas mit Metalcore zu tun, als dass sich viele dieser Bands mehr oder weniger offensichtlich auf Gruppen wie eben In Flames, At The Gates und auch Dark Tranquility berufen. Noch ein wenig Hardcore hinzu und schon hat man die nächste Metalcore Band. Aber der Begriff wurde zuletzt ohnehin überstrapaziert.

Zu BFMV: Kann man sich anhören, muss man aber nicht. Und live geht die Band mal überhaupt nicht, allein diese Rockstarposen. Aber das passt zum Gesamtbild der Band. Abgesehen von der abgeänderten Fernsehversion dieser einen Single. Ist halt übelste Vermarktung, aber auch der BFMV-Hype wird ein Ende haben. Hoffentlich.