Plattenkritik

31 Knots - Talk Like Blood

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Release Date: 10.10.2005
Datum Review: 28.10.2005

31 Knots - Talk Like Blood

 

Mit dieser Band hat Polyvinyl den nächsten großartigen, wenn auch wieder ungewöhnlichen Fang gemacht. Nachdem die neue Numers auch schon auf dem Label kam und man sich wunderte, kommt jetzt nach der letzte Ep der Knoten das neue Album "Talk Like Blood", welches nahtlos dort anknüpft wo man damals schon "It Was High Time to Escape" aufhörte: jazziger und sehr frei gespielter Indie Poprock, der sich jeder Konvention entzieht und kaum zu vergleichen ist. Sweep The Leg Johnny sind vielleicht ein Referenzpunkt der mit Karate gepaart werden müsste um genau dieser Bastard hier zu werden.

Kennengelernt habe ich die Band damals auf ihrer kleinen Deutschland Tour und Live war das ganze noch intensiver als diese Platte es hier vermuten lässt. Man ist noch sperriger geworden und die Platte braucht schon seine 5 Anläufe um zu fruchten. Dann alerdings brennt sie lichterloh und man ist zwischen Schizophrenie, Wahnsinn und Verzweiflung hin und her gerissen. Die 10 Songs gehen ganz gerne mal über epische Längen von mehr als 6 Minuten und halten durchgehend eine morbide Spannung, die gebrochen und wieder aufgebaut wird. Dass in den Köpfen dieser Jungs die Uhren anders ticken zeigt sich neben des Sounds auch an dem kranken Artwork, welches die Abtrennung von Gliedmaßen mal anders zeigt, aber trotzdem wunderschön und schlicht ist. Entfaltet "Talk Like Blood" erstmal seine ganze Wirkung ist es schnell um die geiernde Audienz geschehen. Die 31 Knots machen mit ihrem zweiten Polyvinyl Release alles richtig und halten sich weiterhin ihre eigene Nische reserviert. Das muss erstmal jemand nachmachen.

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Shawn

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