Plattenkritik

36 Crazyfists - Collisions and Castaways

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Release Date: 23.07.2010
Datum Review: 21.07.2010

36 Crazyfists - Collisions and Castaways

 

Das neue 36 CRAZYFISTS Album "Collisions and Castaways" schließt die Lücke zwischen "The Tide And Its Takers" und "A Snowcapped Romance". Die Band aus Alaska thematisiert auch auf ihrem sechsten Album (wie bereits auf und im dem Vorgänger) die See, auch diesmal wurde die Produktion wieder in den Verantwortungsbereich des 36 Gitarristen Steve Holt gesteckt. Zusammen mit dem Mix und Mastering von Andy Sneap wurde "Collisions and Castaways" in ein druckvolles Gewand gestülpt, das fett, aber nicht klinisch die Tracklist aufpoliert. Nicht gleichzusetzen mit "The Tide And Its Takers" sind jedoch die Hooklines, denn die zünden nicht mit dem ersten Schlag, sondern bohren sich erst später in den Kropf der Nachhaltigkeit. Hier werden Erinnerungen an "A Snowcapped Romance" wach, zumal es mit "Waterhaul II" eine Fortsetzung eines Snowcapped-Tracks gibt. Zudem hält das Trio Lindow/Noonan/Holt (der seit 2008 den Bass zupfende Brett "Buzzard" Makowski wird primär auf der Bühne benötigt) diesmal keinen Übersong, keine in die Knie zwingenden Ohrwürmer parat (etwas vermisst wird eine Granate im Stile von "The All Night Lights"), aber wartet mit vielen Feinheiten auf, die, wenn geschluckt, im Magen ein wohliges Gefühl verursachen. Ein lieb gewonnenes Ritual der Beimengung von Gastsängern wurde nicht abrupt fallen gelassen, sondern Adam Jackson (12 TRIBES) und Raithon Clay (PLANS TO MAKE PERFECT) für "Anchors" sowie Brandon Davis (ACROSS THE SUN) für "The Deserter" verpflichtet. "Die Metalcore Stimme überhaupt" Brock Lindow veredelt "Caving In Spirals" allein mit seinem gefühlvollen Klarorgan, insgesamt finden sich viele intensive Abschnitte, die wie gewohnt zwischen Atmosphäre, Dunkelheit und Trauer pendeln. Dennoch: "Collisions and Castaways" nimmt nicht die Richtung zu sehr angepasst, sondern Brock shoutet, growlt und rockt in einer bisher nie da gewesenen Aggressivität bis hin zur Bissigkeit, die auch seine Begleiter auf ihren Instrumenten demonstrieren. Daher lebt dieses 36 Album auch durch den Kontrast zwischen brutaler Härte und zarten, mit viel Gefühl ausgestatteten Abschnitten (gerade in den Refrains). Überraschungen bleiben auf "Collisions and Castaways" genauso aus wie das Gefühl der glitschigen Unfassbarkeit bzw. des nicht so richtig kategorisieren Könnens. 36 Crazyfists sind mit den letzten drei Alben zu einer High-End-Band mutiert. Waren sie auf den ersten Alben noch unberechenbar, so weiß der Anhänger mittlerweile, was er geliefert bekommt.

Tracklist:
1. In The Midnights
2. Whitewater
3. Mercy And Grace
4. Death Renames The Light
5. Anchors
6. Long Road To The Late Nights
7. Trenches
8. Reviver
9. Caving In Spirals
10. The Deserter
11. Waterhaul II

Alte Kommentare

von MUnkvayne 21.07.2010 10:46

bin gespannt!

von Joker 21.07.2010 11:35

Ein muss!

von Tobe 21.07.2010 12:03

schon hier ? bin wirklich sehr gespannt. ist für mich immer so ne sommerband - keine ahnung warum haha

von @Tobe 21.07.2010 17:26

Für mich sind sie genau das Gegnteil, ne Winterband. Einfach weil sie aus Alaska kommen und ich vor meinem geistigen Auge immer das Bild habe wie sie mit ihren Rauschebärten, mit dicken Anoracks vor einer Schneelandschaft stehen. xD

von Ich freu mir... 22.07.2010 11:59

....wie blöde drauf. Eine der wenigen Band ohne Arschrelease. Bisher hat mir restlos alles von denen gefallen...aber Snowcapped Romance wird wohl unnerreicht bleiben

von warum 23.07.2010 10:45

kein tipp?

von @warum 23.07.2010 10:47

dazu fehlt mir ein Übertrack

von Ray 23.07.2010 11:44

hmmm... naja also ich finde das The Deserter schon ziemlich nah dran is^^ Super Platte,wenn auch ungewohnt hart für die Fists.

von Whitewater... 23.07.2010 15:25

...find ich ebenfalls sehr stark!

von Ray 23.07.2010 15:36

jep den und Reviver mittlerweile auch noch^^

von Tobe 23.07.2010 18:07

eigentlich sindse ja ne ganzjahresband haha freu mich auf jeden fall, und dass die scheibe hart sein soll für deren verhältnisse lässt schon mal hoffen.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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