Plattenkritik

3 Inches Of Blood  - Here Waits Thy Doom

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Release Date: 28.08.2009
Datum Review: 13.08.2009

3 Inches Of Blood - Here Waits Thy Doom

 

"Wir haben... einen weiteren massiven Schritt nach vorne bewerkstelligt und nicht einfach „Fire Up The Blades“ Teil 2 abgeliefert, sondern unsere klassische Erfolgsformel beibehalten: Einfach gar keiner Formel zu folgen! Wir sind Fans von echtem Metal und wir haben eine gnadenlose Metal-Platte geschaffen"

Es hat sich einiges verändert, doch die Richtung ist die Gleiche geblieben. Zielstrebig fahren Vancouvers Metalmaniacs 3 INCHES OF BLOOD immer tiefer in die Geschichte des Metals, um diese auf ihre Art und Weise zu interpretieren. Die vierte Veröffentlichung "Here Waits Thy Doom" überzeugt zunächst durch ein titeltreffendes und genial umgesetztes Coverartwork, das diesmal nicht gezeichnet wurde. Dann ist nach dem Hiatus von Jamie Hooper die Growlstimme verschwunden, nur gelegentlich shoutet Gitarrist Justin Hagberg. Somit ist der die Band charakterisierende Kampf der tiefen mit der sehr hohen Stimme völlig von der Bildfläche verschwunden, so dass Cam Pipes mit seiner unglaublich hohen, sehr intensiven Kopfstimme das Material von vorn bis hinten dominiert. Wer das stimmliche Abklatschen der Extremstimmen lieb gewonnen hat, könnte damit seine Probleme haben. Aber zum Material auf "Here Waits Thy Doom" passt einfach nur das Falsett, zumal dieses variabler denn je eingesetzt wird. Nach wie vor reicht die Wertschöpfung aus unkaputtbaren Metalstilen wie Heavy, True und Thrash, die Kette ist jedoch um einige Nuancen verfeinert worden. So schwingt immer wieder die Hammond Orgel ihre Flügel ("Preacher's Daughter"), auch tendieren einige Songs in Richtung THIN LIZZY. Somit scheint klar, dass auf ausgefeiltes Songwriting und erhabene Melodiebögen schwerstens Wert gelegt wurde. Wenn das Tempo gezügelt wird, schimmern australische Schatten bis nach Kanada (Stichwort: AC/DC, ROSE TATOO). Auch setzten die Kanadier bei ihrer vierten Reise nicht nur auf einen ausgewogenen Sound, auf dem sich die Instrumente behaupten müssen, da nichts kaschiert wurde, sondern punkten mit Schädel spaltenden Riffs und perfekt sitzenden Refrains. Aber die Wurzel allen Wohlgefallens ist nach wie vor die Energie und die Leidenschaft, mit der 3 INCHES OF BLOOD ihr Musikverständnis sowohl textlich als auch musikalisch interpretieren. So frisst sich jeder Song nach kurzer Zeit in die Metalrübe und beginnt dort, an den Bewegungsnerven zu nagen. Ergebnis: Satansgabeln hoch und ab in den Mosh!

Tracklist:
1. Battles And Brotherhood
2. Rock In Hell
3. Silent Killer
4. Fierce Defender
5. Preacher's Daughter
6. Call Of the Hammer
7. Snake Fighter
8. At The Foot Of The Great Glacier
9. All Of Them Witches
10. 12:34
11. Execution Tank

Alte Kommentare

von molch 14.08.2009 16:26

ich dachte sowas bewertet torben :D

von Clement / Allschools 14.08.2009 16:29

jaja, er hat gebettelt und mich angefleht...aber ich bin hart geblieben und habe die Rezi verfasst beim nächsten Mal vielleicht...

von hab gehört.. 14.08.2009 16:32

torben macht nur noch beatdown und minimal electro zeux..

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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