Plattenkritik

AN EARLY CASCADE - Kairos

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 13.11.2015
Datum Review: 15.11.2015
Format: Vinyl Digital

Tracklist

 

1. Passengers Of Today
2. Gold
3. Colored Sands
4. The Waverer
5. Light Drowning
6. Inside

Band Mitglieder

 

Maik Czymara (vocs)
Michael Schab (git)
Arne Häussermann (git)
Jan Schuttack (bass)
Andreas Maier (drums)

AN EARLY CASCADE - Kairos

 

AN EARLY CASCADE gehen mit "Kairos" weitere Schritte in unerforschte aber stets funktionelle musikalische Richtungen. Die Klangwelten zwischen Weltraum-Screamo und Mathe-Mosh an der Seite der Stuttgarter zu entdecken macht dabei pausenlos grossen Spass.
 
Die Band aus Sueddeutschland hat mitunter nicht nur positive Stories zu erzaehlen. Mit nur 26 Jahren verstarb 2012 der damalige Drummer der Band - die sich daraufhin trotzdem zum Handtuch festhalten entschied. Eine gute Entscheidung. Die fuenf Songs plus Interlude auf "Kairos" sind selbstbewusst und standhaft produziert, selten zoegerlich und stets souverän arrangiert. "Where am I going I don't know..." gesteht Frontmann Maik Czymara zu Beginn von "The Waverer" mit seiner Stimme zwischen Anthony Green und Claudio Sanchez. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Band im Ruecken des Sängers bereits die Zehnminutenmarke der EP geknackt und Postrock sowie griffige Choruslinien auf ein progressives Fundament gegossen, dass sich in jeder Stimmung und Lautstaerke durchzusetzen weiss. "Passengers Of Today" greift sich nach seiner Strophe voll juckendem Bass und aufgewecktem Schlagzeug spaetestens im warmen Refrain alle Zweifler und spielt klar in einer Klasse mit THE INTERSPHERE oder fruehen SAOSIN. "Gold" ist ein melancholisch-welliger Rocker mit orgelgleichen Chören und stampfenden Posthardcore-Nachwehen. Der hallende Balladenprog des zuvor gennanten "The Waverer" bekommt seinen Puls zwar fast alleinig von der dicht-rollenden Basslinie gesponsort, dafuer wippt die PS-starke Taktsau "Light Drowning" wieder mit Fuss und Kopf um die Wette. AN EARLY CASCADE faellt es unverschaemt leicht, sich an den musikalischen Entwicklungen der eigenen Vergangenheit zu bedienen und das neue Material mit Fingerspitzengefuehl und mehr Spacerock- als Screamofingerzeig im Rueckenmark auf internationale Ebene zu heben. Verschobene Takte, clever platzierte Effektspielereien und eine perfekte Balance aus Breitseite und Bewusstsein spielen Czymara, den Gitarristen Michael Schab und Arne Häussermann sowie Neudrummer Andreas Maier und Bassist Jan Schuttack dabei pausenlos in die Karten.

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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