Plattenkritik

AT VANCE - Facing Your Enemy (2012)

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Release Date: 27.04.2012
Datum Review: 27.04.2012

AT VANCE - Facing Your Enemy (2012)

 

Streich Nummer neun der Herren um Olaf Lenk.
Jener gab anlässlich des neuen Albums bekannt: "Ich versuche eigentlich immer nur, gute Songs mit coolen Gitarrenriffs zu schreiben."
Das, mein lieber Herr Lenk, darf auch für dieses Album als gelungen betrachtet werden.

Dabei darf man nicht aus dem Auge verlieren, das wenn man nicht gerade Tony Iommi heißt, die Gefahr einer Stagnation besteht. Auf dem Promo-Schreiben von AFM nennt sich das dann 'eingespielt'...
Ich möchte jetzt allerdings kein Spielverderber sein und die Scheibe schlecht reden.
Dazu sind die Songs immer noch zu gut, die Instrumentalisten zu hörenswert und die Produktion zu wuchtig.

AT VANCE bleiben sich also selbst treu und bedienen die Hörerschaft mit einer Eigenmarke der neoklassischen Ecke mit Anhaltspunkt YNGWIE MALMSTEEN der frühen 90er Jahre. Die deutsche Herkunft wird mit dem ACCEPT-lastigen Riff von "Eyes Of A Stranger" bestätigt.

Neben den genannten Stärken fehlt aber das, was ein richtig gutes Album ausmacht: Zwei, drei überdurchschnittliche Treffer.
"Only Human" aus dem Jahr 2002 kann damit aufwarten und ist nicht umsonst das immer wieder gern genannte Referenzwerk der Band.

Vieles klingt einfach zu vorhersehbar strukturiert und kann auch durch die hervorragenden Soli von Olaf Lenk nicht in die Champions League aufsteigen.
Damit verbleibt die Scheibe im guten Bundesliga-Mittelfeld.
"Don’t Dream" ist die Quotenballade. Hier gibt es weder musikalisch noch thematisch etwas Neues zu erfahren. Mit "Things I Never Needed" gibt es on Top, respektive zum Schluß, eine Akustikballade. Auch hier, wen wundert es wirklich, wird das Rad nicht neu erfunden. Wobei als Überraschung Olaf Lenk himself sehr passabel das Mikro übernimmt.

Am eingängigsten und am besten gefällt mir "See Me Crying". Das ist ein ordentlicher Stampfer, der Live sicher richtig was her macht.
Der Titeltrack "Facing Your Enemy" gehört auch zu den Stücken wo man beim Füßewippen denkt: "Yo, so muss dat!"

Ein gutes Album mit Luft nach oben. Seven Points.

01. Heaven Is Calling
02. Facing Your Enemy
03. Eyes Of A Stranger
04. Fear No Evil
05. Live & Learn
06. Don’t Dream
07. See Me Crying
08. Saviour
09. Tokyo
10. March Of The Dwarf
11. Fame And Fortune
12. Things I Never Needed

Rick Altzi: Vocals
Olaf Lenk: Guitar, Keyboard
Chris Hill: Bass
Casey Grillo: Drums

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Axel

Autoren Bio

Metal seit den gloreichen 80ern. Melodie erwünscht.

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