Plattenkritik

A Case Of Grenada - Hell Actually Is All Around

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.08.2005

A Case Of Grenada - Hell Actually Is All Around

 

Na Hey wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht, nachdem mich das Debüt "The Evidence" völlig kalt ließ, und ich die Band immer als miesen Jr Ewing Klon im Hinterkopf hatte. Aber wie dem auch sei, ich zeige mich einfach mal unbeeindruckt vom mir nicht koscheren ersten Album, und kann umso unbeschwerter "Hell Actually Is All Around" genießen, welches von der ersten Sekunde an hämmert. Das atmosphärische Intro erinnert mich an Circle Takes The Square und wenn das kein guter Anfang ist weiß ich nicht. Danach gehts zwar nicht mit spastischem Metalgebolze weiter, aber auch der moshige, midtempo Hardcore Cocktail weiß zu munden. Spannung und atmosphäre werden hier ganz klar groß geschrieben und die 13 Songs sind bis aufs kleinste Detail durchdacht und zudem noch dank super Produktion großartig ins rechte Licht gerückt. Die Songs sind vielseitig, abwechslungsreich und durchgehend gut, das nur mal vorweg. Manchmal macht es den Jungs von Case Of Grenada herrlichen Spaß wenn sie melodischen Hardcore mit einer dampfenden Portion Rock´n Roll mischen ("Shots Last Longer Last Not"), und mal haben sie mehr Spaß an schleppendem Hardcore, der in letzter Zeit sicher auch eine Menge Isis genascht hat. Aber ganz egal was man grade bevorzugt; die Inszenesetzung und der Mix passt immer wie Mütze auf Haube und klingt stimmig.Die kryptischen Lyrics, aus denen wenig positives und lebensbejahendes scheint vorzugehen, sind sicher ein Kritikpunkt und in meinen Augen ein sogar ein Schwachpunkt, denn Standardlyrics über Entfremdung, Verzweiflung und der Einsamkeit braucht man in dieser Verpackung wahrlich nicht mehr. Sieht man einmal darüber hinweg und erfreut sich noch am totschicken Layout dieses Silberlings (Lp kommt in weißem Vinyl), dann ist die neue Case Of Grenada eine runde Sache und der Schnittmenge aus Metalheads und Hardcorenerds der neuen, technischeren Schule zu empfehlen. Schöne, eigenständige und komplexe Langrille.

Alte Kommentare

von penguin-in-the-desert 07.07.2007 15:46

Sehr gute Platte! Im Vergleich zum Vorgänger sehr abwechslungsreich. Aber leider Gibt es die Herren ja nicht mehr zusammen zu sehen. Schade! R.I.P.

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Shawn

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