Plattenkritik

A Plea For Purging - The Marriage Of Heaven And Hell

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 06.07.2010
Datum Review: 06.07.2010

A Plea For Purging - The Marriage Of Heaven And Hell

 

Nach wie vor erfreut sich der christian core in den USA großer Beliebtheit, nach wie vor quellen unzählige Bands aus dem Boden, die mit ihrer Musik einen Fahrstuhl zu Gott bauen möchten. Eine der relativ frühen Metalcorebands dieser Sparte sind A PLEA FOR PURGING, die mit dem Symbol trächtigen Titel "The Marriage Of Heaven And Hell" eingebettet in einem Symbol trächtigen Coverartwork ihr drittes Album (2007 erschien das Debüt "A Critique Of Mind And Thought", 2009 "Depravity") vorlegen. Alben in 1 ½ Jahres Taktung lassen auf ein hohes Bedürfnis an Mitteilung schließen, musikalisch hat sich bei den aus den Tiefen Tennessees stammenden A PLEA FOR PURGING relativ wenig geändert. Nach wie vor verpacken sie ihre flehenden Worte in äußerst harten Metalcore, der sehr technisch und vertrackt melodisch durch einen voluminösen Brüllwürfel aggressiv intoniert wird. Nach wie vor hört sich der Output der Band sehr dunkel und brachial an, nach wie vor sind die Songs aber mit dem nötigen Schuss Nachvollziehbarkeit ausgestattet. Wenn es auf "The Marriage Of Heaven And Hell" besonders intensiv zugehen soll, wird das Stakkato Galopp etwas zurückgenommen und die Refrains von elektrischen Sprengseln eingezäunt. Das soll Atmosphäre erzeugen, macht es gelegentlich auch. Fast am Ende der Spielwiese befindet sich der obligatorische Track mit klaren Vocals, der das Sprichwort "Schuster bleib bei deinen Leisten" in greifbare Nähe rückt. A PLEA FOR PURGING sind nach ihrem dritten Album so etwas wie der Wolf im Metalcorepelz, der nicht über sein selbst erbautes Gatter springen kann, vielleicht auch nicht will. Fraglich somit, wie er dann seine blökenden Schäfchen reißen kann?

Tracklist:
01. The Eternal Female (3:31)
02. Sick Silent America (4:43)
03. Shiver (2:55)
04. Golden Barriers (3:37)
05. The Fall (3:45)
06. And Weep (3:45)
07. Trembling Hands (3:44)
08. Finite (4:13)
09. The Jealous Wings (4:16)
10. The New Born Wonder (5:01)

Alte Kommentare

von Olivier H. 06.07.2010 16:26

live fand ich den sänger irgendwie sympathisch, musikalisch ists aber leider echt nichts herausragendes (wenn auch nichts schlechtes)

von Ray 07.07.2010 15:29

Also ich fand dass die auf dieser Platte viel mehr auf dem Meshuggahtrend sind iwie. Den Vorgänger fand ich klar besser mit seinen Gitarrenmelodien die hier scheinbar abhanden gekommen sind.Versteifen sich hier zu sehr auf Polyrhytmik was den Jungs gar nicht steht.

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media