Plattenkritik

Abraham - The Serpent, The Prophet & The Whore

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Release Date: 12.10.2012
Datum Review: 17.10.2012

Abraham - The Serpent, The Prophet & The Whore

 

Na, ist euer Bart lang genug? ABRAHAM können diese Frage auf jeden Fall mit „Ja“ beantworten. Denn Bärte sind das Markenzeichen der Schweizer. Musikalisch suchte man auf ihrem Debütalbum „An Eye Of The Universe“ vergeblich nach einem wirklichen Markenzeichen. Zu sehr schwamm man im Fahrwasser von Neurosis und Co. Nun erscheint mit „The Serpent, The Prophet & The Whore“ das zweite Werk der Band – Ob sie sich dieses Mal aus dem Schatten der großen Vorbilder lösen können?

Schlecht war das Dargebotene auf „An Eye Of The Universe“ auf keinen Fall. Es wirkte auf den Hörer jedoch ein wenig ziellos und klang eben zu sehr nach den Genre-Größen. Auf „ The Serpent, The Prophet & The Whore“ schlagen ABRAHAM einen etwas anderen Weg ein. Sie setzen in den gut 45 Minuten auf mehr Dynamik, ziehen an vielen Stellen das Tempo an und wissen mit interessanten Songstrukturen zu glänzen. In Gänze wirkt dies ausgereifter als noch vor zwei Jahren. Gerade die verstärkte Konzentration auf dynamische Elemente gibt der Musik zusätzliche Wucht. Songs wie der Opener „Start With A Heartbeat“, „This is Not A Dead Man Yet“ oder der großartige Longtrack „Carcasses“ zeigen ABRAHAM von der besten Seite. Man fragt sich die ganze Zeit, warum die Schweizer solch eine Leistung nicht schon früher gezeigt haben.

Sei's drum, „The Serpent, The Prophet & The Whore“ gehört sicherlich zu den besten Werken, die dieses Jahr aus dem Sumpf entstiegen sind. Zwar erfinden ABRAHAM das Rad nicht neu, schaffen es aber mit purer Energie und Leidenschaft den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Wer sich auf die Reise in die Welt der Gitarrenwände und wummernden Bässe macht, wird nicht enttäuscht werden.



Tracklist:
1. Start With A Heartbeat
2. Man The Serpent
3. The Great Dismemberment
4. New King, Dark Prophet
5. This Is Not A Dead Man, Yet
6. Carcasses
7. The Chymical Fiance
8. Dawn

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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