Plattenkritik

Ace Frehley - Space Invaders

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Release Date: 15.08.2014
Datum Review: 22.08.2014

Ace Frehley - Space Invaders

 

Fünf Jahre ist es her, dass ACE FREHLEY – besser bekannt unter seinem Pseudonym Space Ace als Gründungsmitglied von KISS – ein neues Soloalbum ("Anomaly") herausgebracht hat. Nun liegt dem Rezensenten also das neue Werk von Dimebag Darrells Gitarrenhelden vor. Hört man sich die neue Platte dann an, kommt man nicht an einem direkten Vergleich mit ihrer Vorgängerin vorbei: Der Sound ist im großen und ganzen gleich geblieben. Leider, möchte man meinen. Die Drums klingen, wie auch die Gitarren, sehr undynamisch. Straight in your face ist ja mal ganz cool, aber auch bei ruhigeren Songs? Die ganze Platte über? Der Rezensent hätte sich hier mehr einen 70er-Jahre-Sound gewünscht, der differenzierter und abwechslungsreicher gewesen wäre. Auch aufgrund von Aces Ankündigung, dass er sich in der Vorbereitung auf das Album seine 78er-Solo-Platte angehört habe, um den Fans das zu geben, was sie wollen.

Mit den Songs ist Ace das auch gelungen. Thematisch geht es hier wieder etwas rock'n'rolliger zu als auf "Anomaly". Es geht um Frauen, das Weltall und Frauen und das Weltall. Eingängige Riffs ('I Wanna Hold You') und starke Hooks ('Space Invader') geben sich die Klinke in die Hand.
Manchmal zitiert Ace gekonnt aus seiner Hochzeit mit KISS in den 70ern (Intro zu 'Gimme a Feelin'', Starship), manchmal aber könnte man auch meinen, einen Song von Frehley's Comet ('Space Invader') aus den 80ern zu hören. 'Genghis Khan' bzw. 'Below The Angels' vom Vorgänger hat nun einen kleinen Bruder in Immortal Pleasures bekommen. Überhaupt gibt es hier viel, was man so schon von den anderen Soloalben des Mannes von Jendell gehört haben könnte ('Reckless' hätte locker auch auf "Trouble Walkin´" sein können), was auf jeden Fall 'n Lob ist! Der Rezensent findet auch, dass man sogar kleine Hommagen an Jimmy Page ('Change') oder Pete Townshend ('Past The Milky Way') hören kann. Also ist es quasi ein Best of ACE FREHLEY's Songwriting. Not every song can be a zinger, aber das passt schon. Richtig enttäuschend ist alleine das STEVE MILLER Cover 'The Joker'. Hatte Ace Frehley auf ANOMALY noch mit SWEETs Fox On The Run ein grandioses Cover abgeliefert, könnte man hier „swing...and a miss!“ sagen. Auch vom Sound her der schwächste Song.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Mit "Space Invader" hat ACE FREHLEY einen gelungenen Nachfolger von "Anomaly" geschaffen, der besser hätte klingen können, aber von seinen spielerischen Fähigkeiten auf jeden Fall, vom Songwriting her (fast) auf ganzer Linie überzeugt. Ace Frehley-Fans werden begeistert sein. Besser als die letzten beiden KISS-Alben ist "Space Invader" allemal. Und was anderes war von Ace „I definitely blow Tommy Thayer off the stage“ Frehley (http://ultimateclassicrock.com/ace-frehley-tommy-thayer/) auch nicht zu erwarten.

„I'll give you much more than a walk in the park“ singt Ace Frehley auf seinem neuen Album. You could say he gives the fans more than a walk through space.

(by FischeK)

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Linc

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Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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