Plattenkritik

Adam Angst - Adam Angst

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Release Date: 20.02.2015
Datum Review: 20.02.2015

Adam Angst - Adam Angst

 

FRAU POTZ ist tot, es lebe ADAM ANGST!

Nachdem FRAU POTZ im Juli 2013 neben einer Schrotflinte im Dachstuhl ihres Hauses tot aufgefunden wurde, wurde es ruhig um Felix Schönfuss. Nun, fast 1 ½ Jahre später, wird es endlich wieder laut.

Zwar werden der Hass und die Wut ein wenig gedrosselt, dennoch bleibt das selbstbetitelte Debüt eine emotionsgeladene Angelegenheit. Die Aggressivität, die FRAU POTZ charakterisierte, weicht melodiösen Refrains und macht ADAM ANGST zu einem massentauglicheren, aber keinesfalls weniger arroganten und hassgeladenen Sohn der alten Dame. Während Felix früher „nur“ keifend, einem die komplette Wut vor die Füße rotzte, deckt er bei ADAM ANGST nun das komplette Spektrum ab. Schnell und langsam, laut und leise, melodiös und geschrien,… das bringt Abwechslung, hat aber nicht mehr diesen gefühlsgeladenen, aggressiven Charme, der „lehnt dankend ab“ über alle Lieder hinweg, zu einer immer nach vorne gehenden Treibjagd machte.

Textlich bringt es Felix noch immer auf den Punkt, wie kein Zweiter. Seien es die vermeintlichen Professoren, die stinkend, in den Imbissbuden des Landes, um die Wette hetzen, die Freundin, die sich über jede Kleinigkeit beschwert oder Jesus Christus, der mit „8 Millionen Klicks und einer Show auf ProSieben“ im 21. Jahrhundert gelandet ist. Alle bekommen ihr Fett weg. Jedem einzelnen wird arrogant, aktuell und auf den Punkt wie nie, der Spiegel vorgehalten. Jede Zeile spricht für sich. Das Debüt hat eine Punchlinedichte, wie es sich jeder große Rapper, nur für eines seiner Lieder, wünschen würde.

ADAM ANGST ist keine zweite FRAU POTZ und auch kein zweites ESCEPADO, aber Felix Schönfuss ist zurück und macht klar warum wir seinen Hass so sehr vermisst haben.

Trackliste:
01. Jesus Christus
02. Ja Ja, Ich Weiß
03. Professoren
04. Wunderbar
05. Lauft Um Euer Leben
06. Was Der Teufel Sagt
07. Am Ende Geht Es Immer Nur Um Geld
08. Wochenende. Saufen. Geil.
09. Splitter von Granaten
10. Flieh Von Hier
11. ALTAR

Alte Kommentare

von johann 21.02.2015 09:17

I'm in love! Finde Adam A gar nicht "softer" als Frau Potz, irgendwie finde ich es sogar heftiger.

von blabla 22.02.2015 14:45

boah, diese band finde ich so ekelhaft scheiße!

von Ich find's... 23.02.2015 11:09

... grauenhaft. Klingt nach den Toten Hosen oder die Ärzte. Geschmacksache, aber meilenweit weg von Frau Potz.

von jona 06.03.2015 11:20

fand das album beim ersten hören auch echt gruselig. habe es dann einfach trotzdem noch zweimal gehört und finde es auf einmal doch voll gut. böse texte, ohrwürmer, herz an der richtigen stelle. doch doch, geht schon.

von das 23.03.2015 14:37

ist das Beste was in den letzten 5 Jahren "auf den Markt" gekommen ist! Wer Frau Potz 2.0 erwartet kann gehen...das hier ist größer!

von JanikEnd 24.03.2015 13:53

Noch nicht genug? Hier geht's zum Interview mit Adam Angst (Felix Schönfuss): http://www.allschools.de/interview/1329047

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Janik

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Janik E. // 21 // love music. hate facism.

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