Plattenkritik

AFTER THE FALL - Dedication

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Info

Release Date: 15.05.2015
Datum Review: 09.05.2015
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01 Reflection
02 Dedication
03 Elisa
04 Condolences
05 Somehow
06 Twenty Nine
07 III Fate
08 Lived Fast
09 Time Will End
10 Indian Ladder

Band Mitglieder

 

Mike Moak - Gitarre/ Vocals
Ty - Gitarre
Meepy - Drums
Matty V - Bass / Backingvocals

AFTER THE FALL - Dedication

 

After the Fall aus Albany, New York überzeugen mit klassischem Skate-Punk. Die Band verschwendet keine Gedanken an das Neudefinieren eines Musikgenres sondern arbeiten in den klassisch gängigen Mustern des Punk-Rock, Skate-Punk. Und das machen sie nicht schlecht.
2002 gegründet war es sicher ein harter und steiniger Weg bis After the Fall ihren Sound bzw Songwriting gefunden und perfektioniert haben.
So ziert ihre Musik meist treibende aber abwechslungsreiche Drums, schnelle Gitarrensoli gepaart mit standhaften Bässen und einem kraftvollem Cleansänger.

Diese Handschrift lässt sich auch in ihrem fünften Album Dedication wieder finden.
Dieser Longplayer ist allerdings etwas ganz Besonderes.
Bei After the Fall ist drin was draufsteht, denn ihr neuestes Album wurde ihrem ehemaligen Bassisten Brian J. Peters gewidmet, welcher im Oktober 2013 verstarb.
Somit gewinnt das Album auch eine sehr persönliche Note.  Brian J. Peters war After the Fall-Gründungsmitglied und ein sehr guter Freund der Band.

Sänger Mike Moak erzählt in den Songs sehr viel über das Leben seines besten Freundes und verdeutlicht auch dessen besondere  Bedeutung in der Band, z.b. sagt er „You are the reason this band exists, you were the glue to our friendship.“
Es vergeht nicht ein Lied, in welchem nicht an Brian J. Peters gedacht wird.
Moak erzählt wie traurig und schmerzvoll dieser Verlust für ihn selbst  aber auch für seine Band ist.
Er singt davon, wie gerne er etwas tun würde um das Geschehene zu verändert und wie kurz das Leben des Ex-Bassisten war.
Auch die Songnamen geben Aufschluss auf das was drin ist.
Nicht jeder Song erzählt ausschließlich von dem Verlust der Band.
Das Lied „Elisa“ erzählt von einer Frau mit besonderer Bedeutung in Peters Leben. Die Band bedankt sich bei dieser Frau für alles was sie für ihren Freund getan hat, gleichzeitig sprechen sie ihr Beileid aus.
Auch in „Condolences“ spricht Frontmann Mike Moak sein Beileid aus. „I can`t express how sorry I am for your lost.“ Offensichtlich ist dieser Song den Eltern des Verstorbenen gewindmet „Losing your son must be one oft he hardest things you go through“.

Musikalisch ist das Album sehr konstant. Es ist zwar vom Text her ein sehr trauriges, melancholisches Album aber melodisch das genaue Gegenteil.
Die Songs sind schnell, antreibend und klingen eher fröhlich als traurig, dabei sind die Lieder auch zwischen 25 Sekunden und 2 Minuten 39 kurz. Dadurch hat Dedication eine Gesamtspiellänge von etwa 17 Minuten.
Außer der ein oder anderen kurzen Ruhepausen wird der Hörer praktisch von feuernden Drums durch das Album getrieben.
Obwohl alle Songs sehr homogen zueinander sind wird es nicht langweilig oder eintönig. Und trotz der hohen Geschwindigkeit lässt es sich gut anhören.
Dabei bildet der Song „Reflection“ aufgrund seiner musikalischen Steigerung direkt am Beginn des Songs einen super Einstieg in das Album.
„Indian Ladder“ rundet dabei als letzter Song das Ganz mit Gitarrensolo und ausklingenden Melodien sehr schön ab.
Das besondere Etwas wird noch durch Specials besonders am Ende diverser Songs gebracht.
Dabei klingt es plötzlich als wäre die Aufnahme verändert. Es kling fast als sei der Hörer unter Wasser oder höre gerade Musik einer alten Aufnahme, also Musik aus der Vergangenheit.

Die Songs sind gut arrangiert ebenso wie das Songwriting, allerdings ist die Songstruktur oft sehr einfach. So gibt es einen Part A und einen Part B. Part A besteht praktisch aus einem einleitenden und einem durchführenden Teil. Dies scheint sich daraufhin ganz genauso im Part B zu wiederholen.
Dabei sind die einzelnen Begleitmelodien durch Leadgitarrentöne ausgeschmückt und klingen nicht langweilig.

Alles in Allem ist Dedication ein sehr gelungenes Andenken der Band After the Fall an ihren Ex-Bassisten.
Dieses Album wird ganz bestimmt Fans des Oldschool- und Skate- bzw Punkrocks faszinieren aber auch im Genreübergreifend Gehör finden können.
Aufgenommen bei THE PLASTIC ROOM wie auch Rise Against oder NFOX werden After the Fall ihr fünftes Album Dedication über Bridge 9 und Soulfood am 15.März 2015 auf den Markt bringen.

Autor

Bild Autor

Janis

Autoren Bio

angehende Bandmanagerin, Studium Musikwissenschaften

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