Plattenkritik

Akercocke - Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 25.10.2005

Akercocke - Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone

 

Was für ein Brachialwerk ungezähmter Gewalt! Die Briten von Akercocke sichern sich mit ihrem eigenständigen Sound den Thron im Genre des innovativen Extremmetal-Bereich. Wie Ishahn mit Emperor's Abschiedsalbum erschaffen auch Akercocke eine Black/Death/Prog-Platte, die ihrer Zeit weit voraus und auf betörende Art einzigartig ist.

Bleibt man erstmal bei dem Versuch, die Briten in das Black Metal-Genre zu schieben, so werden die dort etablierten Bands auf beschämende Weise gedemütigt, denn wenn das Black Metal ist, dann erreicht er nun den Status eines magischen Kunstwerkes, das selbst Dimmu Borgir nie erreicht hat. Auch wenn man die Bands nur bedingt vergleichen kann, denn Akercocke erschaffen einen Meilenstein, der aberwitzigen Death und die genialen Melodiezüge von Bands wie Opeth oder gar Dream Theater kunstvoll in satanischen Black einbettet. Dieses Album ist wegweisend, bis ins letzte Detail durchdacht und völlig vorausschauend. Vor knapp 4 Jahren legte Emperor's "Prometheus" die Messlatte einer majestätischen Orgie des Wahnsinns so hoch, dass diese erst genau jetzt eingeholt wird, und abermals nach oben verschoben wird. Lieder wie "Shelter From The Sand","Eyes of The Dawn" oder "The Penance" werden zu Hymnen pechschwarzen Wahnsinns, ein Album wird zu einer Einheit tiefschwarzer Faszination. Keine dieser Hymnen ist austauschbar, eigenständig, dennoch fließt jedes Lied einzeln in ein Gesamtwerk dunkler Urkraft. Die Hymnen sind niemals berechenbar, werden immer wieder aufgelockert durch verstörende Variationen im Gesang, der dir die Gänsehaut auf den Körper jagt, durch zuckende Soli, oder, völlig bizarr, durch entspanntes Klavier.

Es gibt auf dieser Welt wohl nur eine Band, die jemals wieder zu einem solchen Album fähig sein wird. Akercocke selbst. Wie schon oben erwähnt: Was für ein Brachialwerk ungezähmter Gewalt...

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Moritz

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