Plattenkritik

Alarum - Eventuality

Redaktions-Rating

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 18.06.2005

Alarum - Eventuality

 

Dass die vier Jungs bei den letzten australischen Metal-Awards derer gleich vier abgeräumt haben (beste Band, bester Drummer, bester Bassist, beste Band) hat wohl zwei Gründe: Erstens ist die Dichte an Metalbands aus Australien mit derer in Europa oder Nordamerika nicht zu vergleichen und zweitens sind Alvarum auch noch richtig gut. Präsentiert wird harte und unwahrscheinlich anspruchsvolle Musik wie eine Art extremere Watchtower oder Cynic, verschnörkelt, verschachtelt und technisch auf allerfeinster Ebene.

Stilvoll und elegant entwickelten die 1996 gründeteten Aussies ihre eigene, faszinierende Schublade eines jazz-mäßig beeinflußten Death/Trash, der mal garstig aus den Boxen prügelt, um nur einen Augenblick später in super-entspannte und fast poppige Gitarrenparts überzugehen. Die Stimme von Sänger/Basser Mark Palfreyman ist einprägend und variabel und seine Basslinien durchgehend virtous. Drummer Matt Racovalis hat seinen Award ebenso mehr als berechtigt bekommen und das Gitarrenduo Mark Evans/Scott Young konkurriert jederzeit um die abgefahrerenen Soli, jedoch nie ausartend in sinnlosem Gefrickel. Kurz beschrieben kann man dieses Album auch mit durchdachtem Wahnsinn umschreiben. Extremer Metal, verquer und so progressiv ist an sich überhaupt nicht mein Ding, da die Eingängigkeit meist verloren geht. Subjektiv sind das 6 Punkte, objektiv betrachtet 8 und für Freunde oben beschriebenen Stils ein wahres Meisterwerk.

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Moritz

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