Plattenkritik

Alex Amsterdam - Love Is Fiction

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Release Date: 13.01.2012
Datum Review: 12.01.2012

Alex Amsterdam - Love Is Fiction

 

Alexander Rosin mag seine Akustikgitarre. Und das Bergsteigen. In Kroatien war er schon. Und sogar in den USA. Und im Rheinland sowieso. Als erstes will er sich 2012 den Pop-Olymp vornehmen. Der muss doch schließlich zu bezwingen sein... Auch von einem Deutschen! Um sein Ziel zu erreichen, sind ihm und seinen drei Mitstreiter(Inne)n beinahe alle Mittel recht. Wenn das mal nicht ins Auge geht...


Nicht gleich den Kopf hängen lassen, olles rosa Häschen! ALEX AMSTERDAM beißen nicht! Dafür spricht „Love Is Fiction“ und steht mit seinem Namen. So zart wie diese pürierten Babykarotten. Viel zu rund gewaschen und blitzblank gespült klingen „Idols“ oder „Alone In The Crowd“. Ein Gespür für Melodie und cleanen Songcharakter hat die Band um Sabrina am Schlagzeug, Gitarrist Marc Arentz, Basser Thomas Palenberg und Frontmann Rosin – das steht mit „Signs Of Salvation“ oder dem schmachtenden „Out Of The Blue“ fest. Aber die Stimme schmiert lediglich Honig, wo anderswo Öl ins Spiel kommt oder kommen sollte. Auch der wackelige Akzent in den Linien von ALEX AMSTERDAM hängt und wankt nur schwerfällig den Berg hoch. Insgesamt werkelt „Love Is Fiction“ zwischen mittelprächtigem Indie und Songwritergut, vorbei an schmalzigem Radiorock und dieser Kinozuckerwatte, die eigentlich nach nichts anderem außer purem Zucker schmeckt.
Versucht die Band dann zäh zu rocken („Shelter“) wird seitens der glänzenden Produktion aus dem Hause Tobias Röger / ex-WOHLSTANDSKINDER direkt der Riegel vorgeschoben.

ALEX AMSTERDAM geben aber nicht auf. Bei „Better Off Alone“ hilft Sternchen Sofia Stark tapfer aus, „Thorn In My Side“ versucht sich sogar mit frecher und befreiter Stimmung, die rollt und ansteckt. Leider sind Spannungsbögen oder Bruchmomente rar auf der Reise gen ernsthafte Poprettung.
Da müssen mehr Refrains wie bei „Lost Without A Trace“ her. Oder zumindest mehr rosa Häschen. Bis der sympathische Haufen sich durch die ländlichen Idyllen und Bühnen der Republik geackert hat, sollte also ruhig „nebenbei“ gelauscht werden.

Trackliste:

01. We Are
02. Signs Of Salvation
03. Idols
04. Out Of The Blue
05. Alone In The Crowd
06. Riot Girl
07. Shelter
08. Better Off Alone (feat. Sofia Stark)
09. Thorn In My Side
10. Lost Without A Trace
11. Burning My Cash
12. Sundowners

Alte Kommentare

von rene 12.01.2012 16:28

einer der langweiligsten deutschen künstler mit einem der langweiligsten alben des jahres. und das video ist auch wahnsinnig langweilig. und ich hab beim stream hören keinen einzigen guten refrain gehört. und das englisch und die texte sind furchtbar. trotzdem ein sympathischer typ. aber die platte - no way.

von jaaana 13.01.2012 10:08

allerdings. Totalausfall.

von mike. 15.01.2012 12:56

ich wundere mich schon seit jahren über den hype um alex amsterdam, konnte mich aber nie dazu überwinden mal reinzuhören. die omnipräsenz in letzter zeit hat mich dann trotzdem neugierig gemacht und ich hab dem album per stream eine chance gegeben... ...bestätigt mich aber nur in meinem denken: ich kann den hype nicht verstehen und hab selten so etwas langweiliges gehört :/

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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