Plattenkritik

Algol - Complex Shapes

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Release Date: 20.01.2012
Datum Review: 31.05.2012

Algol - Complex Shapes

 

Einerseits erstaunlich, wie eine Band 17 Jahre (!!) nach ihrer Gründung ihr zweites Album veröffentlicht, andererseits werden Zweifel ob der musikalischen Qualität dadurch gewissermaßen auch gefördert. ALGOL, benannt nach einem Stern aus dem Sternenbild Perseus, erhielten für ihren folgerichtig zweiten Longplayer auch noch hochkarätige prominente Unterstützung. Kein Geringerer als Melo-Death-Legende Dan Swanö (EDGE OF SANITY, NIGHTINGALE, MOONTOWER) ließ es sich nehmen das Mastering für dieses Album zu übernehmen. Hat es was gebracht?

Naja. Wenn man im Promowisch etwas von einer langjährigen Entwicklung des eigenen Melodic-Death-Metal-Stils liest, sollte man sich auf Ernüchterung gefasst machen. Der modern geprägte Sound, irgendwo zwischen ARCH ENEMY und MERCENARY, ist zwar überaus solide und handwerklich gereift eingespielt, lässt aber die Seele der Originale zu jeder Zeit missen. Dennoch geben sich ALGOL merklich Mühe sich von der Konkurrenz zu ünterscheiden. So kommt es in „Still In My Eyes, Burning“ zu, leider äußerst bemüht wirkenden, reinen Heavy Metal Passagen. Nett gemeint, aber eben doch nicht vollends gelungen.

Schlussendlich ist "Complex Shapes" für Genreliebhaber durchaus einen kurzen Snack wert, doch selbst jene werden schnell wieder zu den, zahlreich vorhandenen, besseren Originalen greifen. Dennoch kann man "Complex Shapes" eine gewisse Grundqualität nicht absprechen.

Tracklist:

1. Your Lies
2. Fragments Of Me
3. Still In My Eyes, Burning
4. Gorgon
5. Subvert
6. Dreams/Demise
7. Complex Shapes
8. Whiteout
9. Empire Of The Sands
10. Hate Serenades
11. N.O.F.T.

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Enrico

Autoren Bio

Je ne sais pas. Ein Hoch auf meine Standardantwort im Französischunterricht in der Schule.

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