Plattenkritik

All For Nothing - What Lies Within Us

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Release Date: 18.04.2014
Datum Review: 17.04.2014

All For Nothing - What Lies Within Us

 

Nach über 10 Jahren Bandgeschichte sind ALL FOR NOTHING aus Rotterdam ein fester Bestandteil der europäischen Hardcore Szene. Der richtige Durchbruch ist der Band bislang verwehrt geblieben, aber dennoch konnte man in der Vergangenheit schon einige Ausrufe Zeichen setzen und vor allem auch Live überzeugen.

Während die Band gerade in China auf Tour ist, erscheint über GSR Music der neue Longplayer „What Lies Within Us“. Eins kann man wohl vorweg sagen, in diesem Fall hat die Bandinfo mit der Behauptung es wäre der Band gelungen den nächsten Level zu erreichen. Während die vorangegangen Veröffentlichungen einige richtige Hits zu bieten hatten, waren aber auch immer einige Lückenfüller vertreten. „What Lies Within Us“ kann hingegen auf ganzer Linie überzeugen, auch wenn das Album vielleicht keinen Überhit im Gepäck hat.

ALL FOR NOTHING stehen weiterhin für absolut positiven und energiegeladenen Old School Hardcore mit jeder Menge Melodie ausgestattet, irgendwo zwischen SICK OF IT ALL oder älteren COMEBACK KID. Der Mix zwischen Melodie und Härte ist der Band um Frontfrau Cindy wirklich verdammt gut gelungen, beispielhaft erwähnt der zweite Song „Luctor Et Emergo“, welcher in bester Old School Manier geradlinig nach vorne prescht, um dann das Tempo leicht zu drosseln und in einen groovigen Moshpart über zu gehen, welcher sofort in die Beine geht und im Chorus „Start A Fire, Let It Burn, Become Who You Really Are“ wird Sie sich vor Anwärtern für das Mikro sicher kaum retten können. Diese Message scheint sich auch ein wenig durch das Album zu ziehen, an sich selbst zu glauben und etwas zu bewegen. „What Lies Within Us“ ist möglicherweise auch das härteste ALL FOR NOTHING Album bisher geworden. „Burn The Lies“ könnte locker auch von WOLFXDOWN sein, die groovigen und gleichzeitig straighten Gitarrenriffs, vermögen es einen richtig in den Bann zu ziehen. Das richtig melodische „Five Leaf Clover“ ist ein wahrer Sing-A-Long geworden und man kann vermuten, dass dies einer der Songs ist, die demnächst auf Setlist stehen werden. Ruhiger wird es lediglich bei „Black Damp“, welches mit ruhigen nachdenklichen Gitarrentönen beginnt und dann zwar noch vom akustischen ins verzerrte übergeht, aber dennoch gemäßigt bleibt, absolut gelungen und auch eine angenehme Verschnaufpause bevor es direkt im Anschluß mit „Poison To My Soul“ wieder direkt eine auf die Zwölf gibt.

„What Lies Within Us“ ist für mich bis hierhin mit das beste Hardcore Album des Jahres 2014, jede Menge Energie und Leidenschaft treffen auf ein gutes und abwechslungsreiches Songwriting, welches zwar nichts wirklich neues zu bieten hat, aber einfach passt. Unbedingt antesten!

Trackliste:
1. Prologue
2. Luctor Et Emergo
3. Burn The Lies
4. Five Leaf Clover
5. Beyond Everything
6. Last Bit Of Hope
7. Black Damp
8. Poison To My Soul
9. What Lies Within Us
10. Nothing Left To Fear
11. Hold Fast
12. Under A Different Sun

Autor

Bild Autor

Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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