Plattenkritik

Amen 81 - Zurück aus Tasmanien

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970

Amen 81 - Zurück aus Tasmanien

 

Was als erstes auffällt, ist die fette Aufmachung(LP): Klappcover und statt einem einfachen Textblatt liegt das „Tasmanische Tagblatt“ bei, der „Zeitung zur inneren Unsicherheit“ in der in Zeitungsform sämtliche Texte stehen, und auf der letzten Seite ist ein Nürnberger Polizist zum selber basteln. Das Zeitungsformat scheinen Amen 81 ja zu mögen,hatten sie ja schon bei der 10“ „Stadtfeind“. Musikalisch ist der Crust-Anteil etwas zurückgegangen und klingt irgendwie deutsch- punkiger (was hier aber nicht schlecht kommt!). Zum Teil erinnern mich die Songs etwas an alte Toxoplasma. Es sind deutlich mehr Midtempo (relativ gesehen) Lieder als noch auf der 7“ oder 10“ ,auch das „Geböller“ ist etwas zurückgegangen(was ich aber etwas vermisse).Auch der Gitarrensound hat sich im Vergleich mit früheren Sachen ein wenig geändert. Die Texte hingegen sind wie immer zynisch und angepisst, wie in „ich will Atomkrieg“ oder „Schweinegalopp“, der um die ständigen Strassenkontrollen von anders aussehenden in Nürnberg geht,und einfach nur wahr ist, weil’s mir selber schon oft genug passiert ist0. Auch bekommt Stoiber, der alte Nazi und bayrischer Haider, voll sein Fett ab, und wird durch Samples seiner Reden gnadenlos entlarvt! Alles in allen definitiv kein Fehlkauf für jeden der mit dieser Art von Musik was anfangen kann *Dis-Soiber Dis-Scholz Dis-Beckstein*

Autor

Bild Autor

Zistl

Autoren Bio

Suche

Social Media