Plattenkritik

An Autumn For Crippled Children - Only the Ocean Knows

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Release Date: 28.09.2012
Datum Review: 14.09.2012

An Autumn For Crippled Children - Only the Ocean Knows

 

Mal angenommen, das Leben würde in Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt werden, dann sängen AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN im/über den Herbst/Spätjahr des/ihres Lebens. Ohne jetzt genauer auf den Bandnamen der Niederländer eingehen zu wollen, gibt „Only the Ocean Knows“ musiklisch diese Spätjahre des Lebens wieder. Das dritte Album (2010 „Lost“; 2011 „Everything“) der 2008 gegründeten Band segelt unter dem Jargon des experimentellen, depressiven, atmosphärischen Black Metals und kann auch unter Post-Rock, Shoegazing oder schlicht melancholisch erdrückende Musik subsumiert werden. Die schwelgerische Musik lebt von internen Spannungsbögen, die durch dichte Gitarrenwände aufgebaut und durch tiefschwarz krächzenden Gesang als weiteres Instrument ausgebaut werden. Die Intensität des Albums (unterstrichen durch das Cover, das den Zuschauer in den Sog des verschlingenden Meeresstrudels hineinfallen lässt) wird enorm durch eine Melodieverliebtheit gesteigert, die den Zuhörer umschlingt, verklebt und bewegungsunfähig macht. Er ist damit seinem Schicksal ausgeliefert und kann sich der erdrückenden Flut an Gazellen-artig bewegender Brachialität nicht mehr erwehren.

Tracklist:
2. Yes I Know... Love And Death... Always
3. This Garden, These Trees
4. In February
5. Only The Ocean Knows
6. The First Snow This Year
7. Uncureable
8. The Rising Tide

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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