Plattenkritik

Ancient VVisdom - Deathlike

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Release Date: 05.02.2013
Datum Review: 17.01.2013

Ancient VVisdom - Deathlike

 

Tod und Ableben als Konzept. Die Texaner ANCIENT VVISDOM behandeln diese Thematik auf ihrem neuen Album „Deathlike“ so ausgiebig, dass einem nicht nur die Reimnähe von Life und Die irgendwann aus den Ohren kommt, sondern auch ihr immer wieder gleich auftretender Okkultfolk.

Frisch und fesselnd klang damals der Folk- und Bluesrock in seinem tiefschwarzen, okkulten Gewand, welcher sehr reduziert und traditionell akustisch instrumentiert wurde. Besonders Sänger und Songwriter Nathan Opposition trug mit seiner eindringlichen, sanften Stimme stark zum Wiedererkennungswert des Quintetts bei und sorgte dafür, dass seine Truppe aus der Vielzahl der aufstrebenden Okkultrockbands herausstach.„Deathlike“ ist nun das Album nach dem „Aha“-Effekt, den "A Godlike Inferno" mit sich brachte. Das Album von dem man eine Steigerung erwartet, oder zumindest erhofft.
Im Grunde verfolgt „Deathlike“ den gleichen Weg, den die Texaner bereits auf ihrem Vorgänger eingeschlagen hatten. Wieder durchleben ANCIENT VVISDOM allerhand akustische Moll- und Durszenarien, welche sie fesselnd, gar bedächtig in Szene setzen und in ihre Düsterwelt transportieren. Besonders die Songs, in denen sich der warme Klang der verzerrten Gitarren unter die restlichen Instrumente legt, wissen mit ihrer Wirkung zu überzeugen. Auch „The Opposition“ präsentiert sich wieder wie der singende Höllenfürst in Person und dominiert das Geschehen mit seiner besonderen Stimme.
Doch was auf „Deathlike“ ausbleibt ist das Besondere. Spielerisch merkt man ANCIENT VVISDOM an, dass sie sich und ihren Sound gefunden haben. Was jedoch fehlt ist die Raffinesse im Songwriting. Aus der Unbekannten des Vorgängers ist eine Permanente geworden, der es an fesselnden Argumenten mangelt und schnell zu langweilen beginnt. Auch wirken die Texte und die sich immer wieder wiederholenden Phrasen irgendwann uninspiriert und belanglos. Vielleicht besitzen ANCIENT VVISDOM live die Fähigkeit, ihre Songs einer besonderen Magie auszusetzen, aber auf ihrem neuen Album schaffen sie das leider nicht.

Trackliste:
1. Intro
2. Let The End Begin
3. Life On Earth
4. Deathlike
5. Far Beyond
6. Rebirth
7. Look Alive
8. Waiting To Die
9. Death Or Victory
10. Last Man On Earth
11. Never Live Again
12. Here Is The Grave

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Mulder

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