Plattenkritik

Angercore - Time Revails

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Release Date: 05.01.2008
Datum Review: 22.06.2009

Angercore - Time Revails

 

Der Name ist Programm? Sicherlich nicht bei ANGERCORE. Wer hier peitschendes Geballer erwartet, wird mit schlichtem, modernem Rock enttäuscht. Enttäuscht, weil ANGERCORE diesen Stil nicht einmal sonderlich gut fabrizieren, zumindest selten aus dem Einheitsbrei all jener Wochenendsrock-Kombos hervor stechen, die weder stilistisch noch qualitativ von sich Reden machen.

Kennt man doch: Der Kumpel nebenan sucht sich paar Leute, vielleicht aus der Parallelklasse, vielleicht den Freund des Freund des Freundes – jedenfalls entsteht dabei ein buntgemischter Haufen, der einfach bock hat ein wenig Musik zu machen. So klingen ANGERCORE: Ohne große stilistische Ambitionen, ohne viel Drumherum, einfach zwischen standardmäßigen, aber teils sogar ganz gefühlvollen Balladen und chorusbetonten Nummern wandelnder Rock ohne Anhängsel. Da kommt dann gelegentlich auch das ein oder andere gute Riff, die ein oder andere nette Idee zu Stande. Aber nicht immer. Oft herrscht langweile vor, Songs wirken austauschbar. Und auch der Sänger bestätigt irgendwie das Prinzip einer zusammengewürfelten Band: Stets pendelt er zwischen „ganz erträglich bis gut“ und „schon ziemlich neben der Spur“.

Letztendlich ist „Time Revails“ kein schlechtes Album geworden, das sogar hier und da etwas Spaß macht. Nur bleibt fraglich, ob diese Visitenkarte mehr Gemüter als den lokalen Fankreis locken wird.


01.For a while
02.Two as one
03.Theory of integrity
04.Fake transmission
05.Battlefield
06.Drawbacks
07.Merchant of beauty
08.Diversions
09.Still emotions
10.Ocean
11.The end

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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