Plattenkritik

Annotations Of An Autopsy - II: The Reign Of Darkness

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Release Date: 08.01.2010
Datum Review: 30.12.2009

Annotations Of An Autopsy - II: The Reign Of Darkness

 

Deathcore und die immer selbe Frage. Wie weit darf man sich noch den immer selben Stilmitteln bedienen, wie viele Plagiate unter selben Image, selber Musik und selber Ambitionslosigkeit braucht diese Welt noch? ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY bewegten sich von Anfang an auf dem schmalen Grad zwischen Geheimtipp und Belanglosigkeit, wurden schon immer zu Recht sehr ambivalent betrachtet. Mit „The Reign Of Darkness“ soll nun alles anders sein: Neues Label, neues Logo, neues Lineup, und nicht zuletzt: Neue Musik.

Doch was heißt neu? Natürlich spielen ANNOTATIONS OF AN AUTPOSY auch im Jahre 2010 noch Deathcore. Doch das neue Pferd im Nuclear-Blast-Rennstall klingt weniger stampfend, mehr nach WHITECHAPEL. Oder auch: Metal. Weg von zähen Wechselbädern aus Breakdowns und Pig Sqreals, mehr Richtung „richtiger“ Songs, ja hin zu solide durchstrukturierten Nummern mit teilweise überraschend ordentlichen Momenten und so etwas wie Atmosphäre.

„Alles anders“ wäre somit also etwas hoch gegriffen. Doch es tut sich etwas bei ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY. Zwar klingt auch hier vieles abgenutzt und nach viel zu oft gehört, doch dass ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY immerhin gute Musiker sind, das haben sie auf diesem Album bewiesen.

Letztlich muss jedoch das Fazit gefällt werden, dass „The Reign Of Darkness“ lediglich für jene Fraktion von Relevanz sein dürfte, welcher Deathcore noch nicht zum Halse raushängt. Zu nichtssagend wirkt noch vieles, zu Identitätslos. So dürfte auch „The Reign Of Darkness“ wieder seine Feinde finden; gleichzeitig aber das Genre mit einem Album bereichern, welches besser ist als vieles, gleichzeitig aber auch nur knapp über den Durchschnitt verkehrt.


Tracklist:

01. Intro (1:09)
02. In Snakes I Bathe (3:52)
03. Born Dead (3:32)
04. Bone Crown (3:32)
05. Emptiness (4:12)
06. Catastrophic Hybridization (5:52)
07. Interlude (2:30)
08. Impale The Sun (3:55)
09. Portrait Of Souls (3:34)
10. Cryogenica (5:10)
11. Into The Black Slumber (8:25)

Alte Kommentare

von Deather 30.12.2009 20:23

Die Engländer schreiben endlich Songs! "Cryogenica" hat einen fetten MONSTROSITY Groove und das Intro ist eines der besten seit langem. Auffällig ist, dass es in der zweiten Hälfte ruhiger, langsamer, doomiger mit mehr Atmo wird. Die ersten Songs knallen dafür derbe. Ich gebe 7 Alls.

von Ray 21.01.2010 16:40

Würde der Platte spontan eine 8 geben,da die Songs endlich Wiedererkennungswert haben und mit fetten Riffs und Bassläufen,starkem Drumming und einem bestiaöisch grunzenden Sänger punkten. Im Vergleich zum Debüt ein Quantensprung. Endlich keine nervigen Gangshouts und Pig Squeals mehr dafür richtige Songs mit ordentlich Wumms.

von Tobe 21.01.2010 19:24

naja, ist schon ne 2schneidige geschichte.... wobei mir die letzte fulkl length gar nicht gefallen hat, die hier klingt schon besser. nur müssen sie sich gefallen lassen dass sie wie massen anderer death bands klingen........

von Ray 16.03.2010 15:39

Hmm.Finde jetzt nicht das sie sehr plagiativ agieren. Jedenfalls fallen mir keine geeigneten Beispiele ein,ich mein is ja auch Deathmetal,da großartig innovativ zu klingen is ja in diesem Genre so eine Sache

Autor

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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