Plattenkritik

Anodyne - Lifetime Of Grey Skies

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Release Date: 01.01.1970

Anodyne - Lifetime Of Grey Skies

 

Anodyne sind eines der neuesten und wohl noch unbekanntesten Level-Plane Signings. Obwohl man schon unzählige Veröffentlichungen und Compilation Beiträge hinter sich gelassen hat, wollte mir der Bandname auch anfangs nicht so recht etwas sagen. Ich kenne bis heute lediglich die die „Life Of Pain“ Coverversion, die sie für den Black On Black Black Flag Tribute Sampler beigesteuert haben, und dieser ist nicht wirklich repräsentativ für den eigentlich Anodyne Sound.

Die 13 Songs sprechen eine klare Sprache: Wüster, chaotischer und unglaublich hektischer Hardcore, der von der Gitarrenarbeit sehr an Converge erinnert, aber noch vertrackter und komplizierter daherkommt. Die durchschnittliche Länge der Songs beträgt etwa 3 Minuten in denen man sehr komplexe Songs (der Instrumentalsong „Blood Meridan“ ist ein schönes Beispiel) mit, ich will nicht sagen melodischeren, aber geordneten Songfragmenten zusammenwürfelt, die allerdings klar die Ausnahme in dem sonst sehr noisigen Sound der Bostoner bilden. Der Albumname „A Lifetime Of Grey Skies“ ist auch zugleich die Devise der düsteren Lyrics, die simpel und verständlich verfasst wurden und daher wenig Raum für eigene Interpretationen lassen. Das mag der eine für gut und der andere für unangemessen befinden, aber im großen und ganzen sind die klar formulierten Texte einer der Gründe warum ich mich mit diesem Album identifizieren und anfreunden kann. Anodyne wären auch großartig auf Hydrahead aufgehoben. Harte Kost für verwöhnte Ohren, aber wer nach Level-Plane greift hat eh ein hartes Fell und wird hier sicher nicht enttäuscht.

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Werner

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