Plattenkritik

Any Day Now - Demo 2005

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 12.03.2006

Any Day Now - Demo 2005

 

Any Day Now dürften dem ein oder anderen sicher bereits ein Begriff sein. Nicht nur weil sie für viele namhafte Bands aus der ganzen Welt aufspielten (Tiger Lou, Joan Of Arc oder auch Koufax), sondern weil sie zudem auch musikalisch etwas zu bieten haben. Das Quartet aus Emden spielt leicht bekömmlichen Indierock, der sicher nicht zur Intention hat mitzureißen, sondern der vielmehr zum Träumen und reflektieren einlädt, als dazu das Tanzbein zu schwingen. Ich fühle mich ein wenig an frühe Defiance Pferde erinnert, oder auch an lange ausgestorbene Indiebands aus den Mittneunzigern. Die Songs sind gut arrangiert und durchdacht, aber meist fehlt ihnen das gewisse etwas....der letzte Schliff. Das I-Tüpfelchen. So geschehen bei „Breakdown“, einem wirklich guten Song, der aber im entscheidenden Moment dahinsiecht und im Rohr krepiert. Dass es auch durchaus anders geht zeigen die Jungs bei „All Day Long“, „Sold Out“ und vor allem „Hey Believer“. Hier schaffen sie es den Hörer zu packen und auf die Distanz des Songs zu bannen. In ihrem groovigen Momenten fühle ich mich an Texas Is The Reason erinnert oder an alte Sense Field. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um ein Demo handelt (10 Songs für ein demo sind ja auch eher ungewöhnlich viel), ist das Resultat schon recht amtlich und ich bin mir sicher, dass Any Day Now beim nächsten Release im Stande sind noch einige Schippen mehr zu verfeuern. Augen auf!

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Shawn

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