Plattenkritik

Anyway - Dead End

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Release Date: 30.06.2006
Datum Review: 22.08.2006

Anyway - Dead End

 

Mit „Dead End“ präsentieren ANYWAY aus Prag ihr mittlerweile zweites Album, und wenn man den hier versammelten Klängen so lauscht, lässt sich festhalten, dass sie sich damit keineswegs in eine Sackgasse begeben. Sehr einprägsamer und energiegeladener Gesang, der hin und wieder an Jello Biafras Intonationen erinnert, paart sich hier neben dem 'Standard Set Up' Bass, Gitarre, Schlagzeug auch mit einer äußerst verzerrten Mundharmonika, was den Songs eine ganz spezielle Note verleiht. Wo andere Bands häufig zwanghaft etwas innovativere Instrumente einbauen um sich den Anstrich von Individualität zu geben, gelingt es ANYWAY die Mundharmonika wirklich dezent und passend zu bemühen, so dass sie der Musik keinen übergroßen Stempel aufdrückt sondern sie erfolgreich unterstützt. Die insgesamt zwölf Songs wirken zunächst recht verschachtelt und komplex, erschließen sich jedoch schon nach kurzer Zeit und transportieren die Energie, mit der sie scheinbar eingespielt worden sind. Die DEAD KENNEDYS Parallelen im Gesang sind weit entfernt von billiger Imitation sondern zeigen lediglich den Einfluss der Kalifornier, der wohl auch in Prag seine Wirkung entfalten durfte. Der Vergleich kann also als Kompliment aufgefasst werden und soll belegen, dass es sich bei ANYWAY um eine durchaus hörenswerte Punkband handelt.

Tracklist:

1.Lost
2.Sick
3.A Man Who Stands In The Street With A Paperback Book In His Hand
4.Bar Song
5.Extinction
6.Love Affair
7.The Future
8.Cunny
9.I Feel Bad
10.Dirty Shoes
11.Dead Hero
12.In The City

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Konstantin

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