Plattenkritik

Arch Enemy - War Eternal

Redaktions-Rating

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Release Date: 06.06.2014
Datum Review: 17.07.2014

Arch Enemy - War Eternal

 

Nach dem relativ überraschenden Ausstieg von Frontfrau Angela Gossow präsentieren ARCH ENEMY ihr zehntes Album „War Eternal“. Dass der Trennungsschmerz relativ gering ausfällt, ist neben der neuen Gesangsdame Alissa White-Gluz auch der wiedergefundenen Spielfreude Amotts zu verdanken.

Gut dreizehn Jahre war Angela Gossow mit ihrer Stimme eines der Markenzeichen für den melodischen Death Metal von ARCH ENEMY. Acht Alben lang führten ihre markanten Growls die Kompositionen Amotts an. Von nun an gehört diese Position der ex. THE AGONIST Grande Dame Aliza White-Gluz. Eine durchaus gute Wahl, wie man bereits in der Vorab-Single „War Eternal“ zu hören und im veröffentlichten Video zu sehen bekam. Gluz besticht mit derben Growls und einer außerordentlichen Präsenz und beweist auch auf Albumlänge, dass sie ein würdiger Ersatz ist und im Grunde keinen der Die-Hard Fans enttäuschen sollte.
Die Frage, die man sich vor „War Eternal“ vielmehr stellte war, ob Amott überhaupt noch in der Lage sei, seine Band ARCH ENEMY wieder auf die richtige Spur zu steuern? Waren die letzten Werke von ihrer Qualität mehr als durchwachsen, kann man Amott durchaus bescheinigen, dass er und seine Crew mit dem zehnten Werk, wieder voll auf Kurs liegen. „War Eternal“ ist bis auf ein, zwei kurzweilige Durchhänger ein verdammt gutes Stück Melodic Death. Angefangen bei der Single „War Eternal“ hat Amott nicht nur wieder am Härtegrad seines Songwritings gedreht, sondern auch das Gleichgewicht wieder zurück gefunden, diese Härte mit Herz zerreißenden Melodien zu vermischen. Dank seiner außerordentlichen Fähigkeiten und sicherlich auch dank der neuen Verstärkung durch ex. ARSIS Hexer Nick Cordle bekommen Genre Liebhaber endlich wieder großartige Kompositionen mit genug Aha-Momenten um die Ohren gehauen. Neben typischen ARCH ENEMY-Songs wie „As The Pages Burn“ oder das kraftvolle „Avalanche“, potenziellen Hitgaranten wie „Stolen Life“ oder das „You Will Know My Name“, mischt Amott in „Time Is Black“ oder im finalen Stück „Not Long For This World“ gar einige klassische Harmonien bei, die besonders gut zum Gesamtkonzept des Albums passen.
Von Sir Amott selbst produziert und von keinem geringeren als Jens Bogren (Opeth, Paradise Lost) gemischt und gemastert, wurde für „War Eternal“ auch das perfekte Soundkostüm geschneidert. Somit bleibt eigentlich auch nichts anderes übrig als diesem Album eine absolute Empfehlung auszusprechen.

Trackliste:
01. Tempore Nihil Sanat (Prelude in F minor)
02. Never Forgive, Never Forget
03. War Eternal
04. As The Pages Burn
05. No More Regrets
06. You Will Know My Name
07. Graveyard Of Dreams
08. Stolen Life
09. Time Is Black
10. On And On
11. Avalanche
12. Down To Nothing
13. Not Long For This World

Alte Kommentare

von Andi# 17.07.2014 21:59

Ich kann die Neue nicht ernstnehmen. Sieht aus und bewegt sich wie eine, die aus Wedding zum DSDS Casting kommt und auf Metal macht. Wenn ich alleine diese schwachsinnige Handbewegung sehe....was greifen die da immer und ziehen zu sich hin? Fliegen? Auch, wenn sie ne gute Röhre hat und die Musik selber wieder super zu sein scheint, die Band ist tot.

von ich frage mich... 18.07.2014 12:17

wie wohl ein kurzweiliger Durchhänger klingt??? Unterhaltend und gut aber trotzdem schlecht???

von Manni Bananenflanke 21.07.2014 10:21

@Andi# In Sachen Gestik war Angela Gossow da aber kaum besser. Dazu gab es bei ihr noch eine ausgeprägte Gesichtskirmes, die ich immer sehr albern fand. Mir gefällt das neue Album besser als alles, was mit Angela Gossow veröffentlicht wurde, was daran liegen wird, dass mir die Stimme der Neuen wesentlich besser gefällt.

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