Plattenkritik

Arch / Matheos - Sympathetic Resonance

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Release Date: 09.09.2011
Datum Review: 08.09.2011

Arch / Matheos - Sympathetic Resonance

 

Für die Prog-Gemeinde ist der September 2011 ein Monat der Freude! Denn neben DREAM THEATER und PAIN OF SALVATION veröffentlichen auch FATES WARNING…Verzeihung…deren ehemaliger Sänger John Arch (vor 24 Jahren endete sein FW-Engagement!!!) und FATES WARNING-Gitarrist John Matheos unter dem Namen ARCH / MATHEOS nach einer 2-Track EP aus 2003 ein ganzes Album. Warum die Kollaboration nicht gleich FATES WARNING getauft wurde ist schleierhaft, denn alle Mitstreiter der Prog Metal Veteranen sind auf dem Album vertreten.

Die größte im Metaluniversum umherschwirrende Frage war, ob die ersten drei den progressiven Metal bestimmenden Überalben der Arch-Ära („Night on Bröcken“ / „The Spectre Within“ / „Awaken the Guardian“) durch „Sympathetic Resonance“ angekratzt werden könnten. Denn: Das ARCH / MATHEOS locker das neue DREAM THEATER Album in die Tasche stecken und zu einem Metal-Highlight 2011 werden würde, war genauso klar wie die Tatsache überragend ist, dass es endlich mal wieder Stoff der FW-Belegschaft seit 2004 zu hören gibt.

Und „Sympathetic Resonance“ ist die logische Fortsetzung der drei Bahnbrecher geworden, allerdings mit einer weitaus besseren Produktion und einer etwas verspielteren Ausrichtung. So finden sich mit den Songs 1., 3. und 5. drei jenseits der 10 Minuten agierende Epen, die ihre Anlaufzeit brauchen, aber als ausreißende Schafe immer wieder durch John Arch’s einzigartiges Organ eingefangen werden. Dieser Mann hat in den letzten Dekaden überhaupt keinen Stimmverlust erlitten, im Gegenteil, seine Stimme klingt klarer und prägnanter als je zuvor. Einzigartig ist, wie er die zahlreichen Melodiebögen trägt, und selbstredend finden sich auf diesem Album solche in vollendeter Form. Immer wieder steuern ARCH / MATHEOS nach lüsterndem Prog Spiel auf den Chorus zu, um diesen dann in vollendeter Schönheit zu zelebrieren! Matheos als Gegenpart zum Gesangsbarden Arch drängelt sich mit seinem wunderbaren Gitarrenspiel nie in den Vordergrund, kann aber auch in den richtigen Momenten mit überschäumenden Metal Riffen aufbegehren.

Der Unterschied zu anderen Veröffentlichungen ist, dass dieses Album von Herzblutmusikern eingespielt wurde, die es verstanden haben, Tracks eine Seele einzuhauchen. Aus „Sympathetic Resonance“ kann zu keiner Zeit eine Erwartungshaltung respektive das Erfüllen wollen dieser angehört werden (im krassen Gegensatz dazu ist dies leider bei „A Dramatic Turn Of Events“ der Fall!). ARCH / MATHEOS werden mit ihren Songs die schmachtenden „Night on Bröcken“ / „The Spectre Within“ / „Awaken the Guardian“ Jünger, die damit alles andere als anspruchslos sind, restlos glücklich machen. Und das ist wahre Kunst!

Tracklist:
1. Neurotically Wired
2. Midnight Serenade
3. Stained Glass Sky
4. On the Fence
5. Any Given Day (Strangers Like Me)
6. Incense and Myrrh

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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