Plattenkritik

Arise Horror - Sleeping Waters

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Release Date: 18.08.2009
Datum Review: 18.09.2009

Arise Horror - Sleeping Waters

 

Bandname, Schriftzug, Titel und Aufmachung sahen aus wie zigmal vorher durchgehört. Standard halt. Aber irgendetwas saß ganz tief und sagte: Leg sie auf! Und dieser Intuition ist es zu verdanken, dass ARISE HORROR ihre Sicht der Dinge weit weg von Montreal verbreiten dürfen. „Sleeping Waters“ verbindet Doom, Hardcore und Metal zu einem räudigen, sehr brutalen und höchst intensivem Gebräu, das nur eines hinterlässt: Fürchterliche Angst! Ein roher Sound trägt Songs, die sich wie eine Brandung aufbäumen und sich in der dunkelsten Seite der Seele entladen. ARISE HORROR gehen dabei nicht monoton oder steril vor, sie besitzen einen unbarmherzigen Groove, und immer dann, wenn es fast nicht mehr geht, setzen sie zu einer melodischen Sequenz an, die kurz ein Gänseblümchen pflückt, bevor die Blüte abgerissen und der Rest gefressen wird. Wer die Szene aus „Blairwitch Project“ vor Augen hat, als am Ende des Films in völliger Panik und außer sich sein durch das Haus gelaufen wird, um unten im Keller aus dem Blickwinkel zu sehen, wie der Freund beschämend in die Ecke sieht, bevor die Kamera mit einem fürchterlichen Schrei begleitet ausgeht, wer davon immer noch Gänsehaut bekommt, der ist hier genau richtig. Denn ARISE HORROR schrieben Jahre später mit „Sleeping Waters“ den Soundtrack zur Angst. Eigentlich ist es viel mehr als das, denn sie intonierten schaurigen, authentischen und beklemmenden Horror auf hervorragend gespielte Weise. Denn das ist das Album, um das Haus bei Blair Witch Project mit bloßer Hand nieder zu reißen, aus anderen Gründen in die Kamera zu schreien und zu spucken, dann die Kamera zu essen, den Wald anzuzünden, und überhaupt voll auszurasten.

Tracklist :
1. Sleeping Waters 1:23
2. Rising from the Depths 4:03
3. The Host (Is Meant to Die) 3:36
4. They Live Among Us... 3:48
5. The Raven 0:47
6. Bloodlust Creature 3:17
7. No Living Heart 2:22
8. Eyes Open, with Fear 4:08
9. Return to the Abyss 6:08
10. The Descent 3:04

Alte Kommentare

von Scythe 19.09.2009 00:28

Gutes Review, trifft aber im letzten Punkt nicht zu, denn das ist das Album, um das Haus bei BWP mit bloßer Hand nieder zu reißen, aus anderen Gründen in die Kamera zu schreien und zu spucken, dann die Kamera zu essen, den Wald anzuzünden, und überhaupt voll auszurasten.

von @Scythe 19.09.2009 08:04

Ich danke dir, wurde so übernommen!

von -deathboX- 19.09.2009 09:40

=D ...jetzt muss ich da wohl mal reinhören, glaub' ich ^^

von Tobe 19.09.2009 13:20

haha, herrlich ;) gleich mal anchecken...

von Matthias Geschmaxpolizei 19.09.2009 13:44

Arise Horror (was ein geiler Bandname) beweisen: Es scheint einen Zusammenhang zwischen extratief gestimmten Gitarren und extralangweiligem Riffing zu geben

von @Matthias Geschmaxpolizei 19.09.2009 14:29

dank dir werde ich mir das teil zulegen. denn du liegst immer daneben. meilenweit!

von Dann liege ich gerne daneben 19.09.2009 14:57

und freue mich das durch meine Comments Bands eines sterbenden Genres Verkaufseinnahmen generieren

von Bokel 20.09.2009 20:29

Ich hab das album hir liegen, und ich muss sagen , geile atmosphäre ich kann mich dem review auch voll anschließen

von Scythe 21.09.2009 23:08

@Matze Macht ja nix, es muss ja nicht immer das Skalpell sein, ab und zu wirkt ein Spalthammer halt Wunder.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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