Plattenkritik

Arkham 13 - Bloodfiend

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 19.08.2009
Datum Review: 26.10.2009

Arkham 13 - Bloodfiend

 

ARKHAM 13, so der Name dieser Band aus und das dazugehörige Album schimpft sich „Bloodfiend“. Ohne groß überlegen zu müssen, weiß man schon alleine durch den Bandnamen und durch kurzes Betrachten des Covers, um welche Musik es hier geht. Aus ihrer Affinität zum Metal machen ARKHAM 13 also keinen großen Hehl und versuchen über 13 Songs den Rezensenten und die eventuellen Hörer zu überzeugen. Versuchen, das ist das richtige Stichwort, denn gelingen soll das Ganze in keiner Sekunde.

Das fängt schon beim Opener „Bloodfiend“ an, in dessen Intro man direkt das Gefühl bekommt, die Band wisse nicht, was sie da wirklich macht. Alles wirkt so absolut nicht aufeinander eingespielt, jeder (darunter auch Derek Neglect an der Gitarre) spielt am anderen vorbei und heraus kommt ein unidentifizierbarer Soundbrei. Was soll das bitte? Der Vogel wird aber erst wirklich durch den Einsatz des Shouters abgeschossen, der einfach meint, völlig neben der Spur „You can´t escape usssssssssssss“ schreien zu müssen und dabei das „s“ nachträglich extrem lang zu ziehen. Die Frage danach, was das Ganze soll, dringt immer weiter vom Gehirn in den Mund, bis man sie dann endlich ausspricht.

Danach geht es eigentlich immer weiter bergab. Der Sound ist ein einziger Albtraum und so sind es auch die Songstrukturen. Hier stimmt vorne und hinten nichts und es fällt wirklich schwer, nicht schon während des zweiten Songs auszuschalten. Hier scheint es übrigens so, als möchte man teilweise klingen wie HATEBREED zu Zeiten ihrer ersten Demo. Ein Eindruck, der sich während „Sins Of the Dead“ sogar noch verstärkt. Solch übersteuerte Drums und im Allgemeinen schlecht abgemischten Sound hört man wirklich selten. Zwischenzeitlich versucht man sich an Material, welches einige Prog-Elemente besitzt („Wound That Never Heals“), scheitert aber auch dabei kläglich. Das merken die Herren wohl auch selber und switchen relativ schnell wieder in die mittlerweile gewohnte Basissituation zurück.

Was bleibt zu sagen? ARKHAM 13 versuchen nach wie vor den Hörer mit 13 Songs zu überzeugen, nach der Hälfte, ist es aber mit der Geduld vorbei und entnervt wird die CD aus dem Player genommen. Jeder Song ist anders abgemischt, man konnte sich nicht wirklich für einen Sound entscheiden, es gibt nichts, was auch nur annähernd Abwechslung beschreiben würde und mir fehlen tatsächlich zum ersten Mal die Worte. Meine Herren, das ist kein persönlicher Angriff, aber das hier ist leider nichts. Das man nicht immer Geld für eine knackige Produktion hat, ist gar keine Frage, aber es gibt Mittel und Wege, dies selber in einem recht akzeptablen Rahmen zu gestalten, zumal eine rohe Produktion sicherlich auch ihre Reize hat. Ich bin eigentlich nicht der Mensch, der Bands gerne runterputzt und negative Kritiken verfasst, aber ARKHAM 13 lassen mir leider keine andere Wahl und wenn man dann noch bedenkt, dass diese Band seit 1997 besteht, dann stellt sich doch tatsächlich die Frage, warum das hier vorliegende Material so klingt, wie es klingt.

Eine letzte Frage habe ich aber noch: Was soll das hier bitte?


Tracklist:

01. Bloodfiend
02. Unspeakable
03. Sins Of The Dead
04. Sworn To Oppose
05. Wound That Never Heals
06. Statement Of Revenge
07. Legions Of Violence
08. Darkness Falls
09. All Loss
10. Off The Cuff
11. Crypts Of Damnation
12. Peg Wrath
13. Invasion (Live, Chemnitz-Germany)

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Alex G.

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rien.

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