Plattenkritik

Arson Anthem - Insecurity Notoriety

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Release Date: 12.10.2010
Datum Review: 17.12.2010

Arson Anthem - Insecurity Notoriety

 

Philip Hansen Anselmo (Ex- Pantera, Down) ist wohl einer der wenigen Rockstars, die eine sehr enge Verbindung mit dem Underground pflegen. Dies bewies er in der Vergangenheit immer wieder durch viele Nebenprojekte, die mehr oder minder qualitativ hochwertig waren. Das wohl bekannteste (und beste) dieser Sideprojects waren SUPERJOINT RITUAL. Die anderen fungierten unter Namen wie VIKING CROWN oder SOUTHER ISOLATION.
Nun hat der Tausendsassa seit geraumer Zeit eine neue Band neben den zum Leben wieder erweckten DOWN: ARSON ANTHEM, mit dem aktuellen Werk „Insecurity Notoriety“, das man über das hauseigene Label Housecore Records veröffentlichte. Phil frönt hier seiner Leidenschaft zur Gitarre, jedoch sind seine Qualitäten an der Sechssaitigen bei weitem nicht so hoch, wie die als Sänger. Zusammen mit Hank Williams III (u.a. SUPERJOINT RITUAL), Mike Williams, von Jimmi Bowers Truppe EYE HATE GOD, und Collin Yeo, hat man dieses Hardcore Punk Ungetüm eingeprügelt, dass sich mir als schwer zugänglich erweist.
Musikalisch im Vordergrund steht hier der Hardcore aus den 80er Jahren und erinnert mich partiell an die frühen BLACK FLAG. Aber auch eine Prise des für das Lousianna Delta so typischen Southern Riffing. Es widerstrebt mir hier den Begriff „Krach“ zu verwenden, aber im Grunde ist es das, auch wenn ich sonst ein großer Fan von Phil und Hank bin und SUPERJOINT RITUAL liebe, sind ARSON ANTHEM so etwas wie der verkrüppelte Bruder dieses Ablegers.
Das Ziel ungestümen Hardcore zu machen, mit rauer Produktion und einer „Fuck You“ Attitüde, ist definitiv erreicht worden.
Die 17 Songs (die mich an manchen Stellen auch an die Intensität Grindcores erinnern) fallen direkt aus den Boxen über den Hörer her und machen keine Gefangenen. „More Than One War“, „Hands Of Approach“ oder „If You Heard This You Wuld Hit Me“ (ja, durch diese Platte wäre das eine ernst zu nehmende Option“ fallen in meinen Ohren noch eine Spur heftiger aus, als die des Vorgängers, der EP von ARSON ANTHEM aus dem Jahre 2008.
Schaut man mal durch das Netz, dann findet man jede Menge positiver Rezis, die diese Platte feiern. In diese Ansammlung von Gönnern, kann ich mich nicht einreihen. Wenn man extreme Musik schreibt, muss man meiner Meinung nach auch so eine Art „ear catcher“ haben, eben das gewisse Etwas. Das geht AA aber meiner Meinung nach total ab, auch wenn es sich hierbei wieder um eine Supergroup handelt und es ja auch irgendwie lustig ist Hank und Phil wieder gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Auch finde ich den radikalen Drive der Band gut. Aber die Songs sind es eben leider nicht und so ödet mich „Insecurity Notoriety“ schnell an und ich beginne SUPERJOINT RITUAL zu vermissen. Da musste man such auch erst reinhören, bevor man sein persönliches „Aha-Erlebnis“ hatte, aber da kam es zumindest. Bei AA bleibt es bei mir leider aus. Schade.

Tracklist:
01. Naught
02. Foul Pride
03. Isolation Militia
04. More Than One War
05. Insecurity Notoriety
06. Pretty Like That
07. Initial Prick
08. Crippled Life
09. Polite Society Blacklist
10. If You Heard This You Would Hit Me
11. Hands Off Approach
12. Has Been/Has Been
13. Primate Envy
14. Death of An Idiot
15. Codependent and Busted
16. Kleptomania
17. Teach the Gun To Love

Alte Kommentare

von Da fehlt 19.12.2010 00:16

wohl was...

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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