Plattenkritik

Asteroid - Asteroid II

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 22.01.2010
Datum Review: 27.05.2010

Asteroid - Asteroid II

 

Willkommen in der Zeitmaschine. Nächster Halt, die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Es wird ja gesagt, dass jede Mode wiederkommt. Die Chucks wird man nicht los, Karohemden und Schnauzbart sind wieder da und im Hardrock greifen die Bands seit einigen Jahren gerne und erfolgreich in eine der größten Zeiten des Rock’n’Roll. Bands wie die großartigen Jex Thoth, oder The Devil’s Blood werden in Medien und von den Fans abgefeiert und gerade letztere fahren diese Schiene mit größtem kommerziellen Erfolg.

Wenn man noch tiefer in den Underground schaut, kommt man dann auf die Spuren einer Band namens ASTEROID. Die Herren, ansässig im nicht mehr gänzlich unbekannten schwedischen Städtchen Örebro, machen seit 2003 zusammen Musik, die man heute wohl am leichtesten unter der Schublade Stoner Rock einordnen kann. Genauer gesagt ist ASTEROIDs „II“ eine 70er Heavy Rock Platte mit viel Tiefgang und nur so getränkt mit Reminiszenzen an die namensgebenden Kyuss, Deep Purple, Led Zeppelin, den obligatorischen Black Sabbath (der ersten Werke), einem latenten Uriah Heep Einschlag, und um bei den ganz großen Namen zu bleiben, hin und wieder scheinen die Beatles auch ihren Beitrag getan zu haben.

Zugegeben „II“ braucht Zeit um seine Magie zu entfalten und nach dem flotten Opener „Garden“ wird es kurz etwas ruhiger, doch spätestens mit dem kleinen Hit „Edge“ startet das Album voll durch. Songs wie das zu Beginn ruppige „Lady“, das mit zweistimmigem Gesang brillierende „Towers“ oder das mit seinem griffigem Lead packende „Fire“ treiben jedem Fan der Musikrichtung Freudetränen in die Augen und jedem der sich nur einen Hauch für Rock interessiert zumindest ein wohliges Gefühl in den Bauch.

Zusammengefasst zeigt das „II“ was ein Stoner Rock Album alles sein kann. Progressiv und dynamisch, rotzig und schwelgerisch, verzerrt und eingängig. Und ist es nicht genau das, was wir alle am Rock’n’Roll so lieben?


Tracks:
1. Garden
2. Disappear
3. Karma
4. Edge
5. River
6. Lady
7. Towers
8. Fire
9. Time

Autor

Bild Autor

Bart

Autoren Bio

-

Suche

Social Media