Plattenkritik

At The Farewell Party - 18:18:18

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Release Date: 25.03.2011
Datum Review: 01.03.2011

At The Farewell Party - 18:18:18

 

Pack die Badehose ein, Haargel, Pop, Frankfurt am Main... Könnte man so bereits abschließen. So frisch wie das dauerlustige Wannsee-Lied schauen sie drein – die 5 Retortenboys von AT THE FAREWELL PARTY. Und wer die Zeile mit dem Schwesterlein mitsingen kann, kann das auch bei „18:18:18“.

Ob der Titel nun für ihre Geburtstage steht, die die Jungs dieses Jahr noch feiern wollen, oder es ihr Tipp für das WM-Endspiel ist – unwichtig! Die EP verspricht leider vom Format zu sein, welches sich durch das alleinige Betrachten des Bandfotos, des Bandnamens oder –Logos bereits komplett „erdenken“ lässt. Schmalzig poppiger, mal tanzlastiger, mal wütender Schubladen-Rock-Core, den Collegetypen überm Teich aus ihrer Haut zaubern wie unsere Milchkühe Methangas. Titeltrack und „Hematoma Eyes“ sind zu vorhersehbar und nicht genug gespickt mit Melodie- oder Hooklinetreffern. Das Interlude "Take A Breath" lädt zwar zum Schmunzeln ein, wirkt dann aber als Vorbereitung auf „Cryptic_Message_Device“ zu ernst gemeint. Glänzen auch die engen Karohemden und die Produktion der Songs, so macht sich platte Gewohnheit und ein teils "zu deutscher" Akzent im Gesang breit ("The Steps We Take"), der US-Anwärtern wie Starting Line oder unseren EU-Freunden von Vanilla Sky die Chorusmomente abluxt.
Für den seichten Sommertag am See und den anschliessenden lauten Abend hat "18:18:18" die Koffer gepackt, wenn aber gen spätere Stunde die Hits und Knaller hermüssen, bieten AT THE FAREWELL PARTY tatsächlich nur den Sound zum Aufbruch.

Tracklist:

1. 18:18:18
2. Hematoma Eyes
3. Change
4. Interlude - Take A Breath
5. Cryptic_Message_Device
6. The Steps We Take

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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