Plattenkritik

Atreyu - A Death Grip On Yesterday

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 23.02.2006

Atreyu - A Death Grip On Yesterday

 

ATREYU sind einer der großen Durchstarter im amerikanischen Metalcore. Die Genreschublade ist mittlerweile derart groß geworden, dass man wahlweise andere Subgenres noch in die Namensfindung integriert. Ganz neu sind dann Wortkonstruktionen wie Emometal oder Emometalcore. Die Jungs aus Orange County haben jedenfalls seit ihrer ersten EP "Fractures in the Facade of Your Porcelain Beauty" einen weiten Weg zurückgelegt, den mit Sicherheit nicht alle Anhänger der ersten Stunde mitgelaufen sind, gerade weil sich der Genrefokus doch ein wenig verschob. Während "Suicide Notes & Butterfly Kisses" auf Victory Records zu einer wahren Explosion in der Szene führte stellte sich der große Erfolg primär mit dem 2004er Album "The Curse" ein. Wahren ATREYU zuvor eher brachial, ungestüm und roh wirkte "The Curse" auf mich einfach zu poliert und glatt gebügelt.

Nun ist es Zeit für den nächsten Anlauf aus dem Hause Victory Records. Mit "Her Portrait in Black" steuerten ATREYU bereits einen vielversprechenden Song zum "Underworld Evolution" Soundtrack bei, der leider auf der Tracklist von "A Death Grip On Yesterday" fehlt. Allgemein stößt die Tatsache, dass ATREYU lediglich 9 Songs für dieses Release auf Plastik gepresst haben ein wenig negativ auf. Soviel jedenfalls zur Kritik und jeder muss entscheiden, ob die 9 Songs den Spaß wert sind. Obwohl die Scheibe gewohnt dick produziert ist und die Elemente aus Screamo Vocals gepaart mit emotionaler Melodik und düsteren Shouts beibehalten wurden, wirkt das Songwriting der Jungs aus Orange County einfach natürlicher und ungezwungener als zuvor. Mit "The Theft", der zweifelsohne einer der besten Tracks des Albums ist, zeigt man sich sogar ungewohnt sanft, melodisch, ja fast balladesk, lässt die richtige Härte jedoch nicht vermissen. Gleich im Anschluss leisten ATEREYU mit ausgesprochener Freude zum Tempo bereitwillig Kompensation und zeigen sich bei "Your Private War" deutlich angepisst. Die Metalspielereien in den hohen Tonlagen und auch die fiesen Double Bass Salven gehören mit "A Death Grip On Yesterday" wohl der Vergangenheit an, komplexe und vielschichtige Songstrukturen sind hingegen präsenter denn je. Sicher gibt es Bands im breitgefächerten Genre, die einerseits poppiger oder auch härter sind als ATREYU mit ihrem aktuellen Longplayer, das Quintett zeigt jedoch auf "A Death Grip On Yesterday" eindrucksvoll wie vielschichtig und abwechslungsreich das Genre auf hohem Niveau sein kann.

Release: 28.03.2006

Tracks:
1. Creature
2. Shameful
3. Our Sick Story (Thus Far)
4. The Theft
5. We Stand Up
6. Ex’s And Oh’s
7. Your Private War
8. My Fork In The Road (Your Knife In My Back)
9. Untitled Finale

Alte Kommentare

von stepp 01.03.2006 08:21

das album ist definitiv sehr stimmig...gefällt!!

von vdv 01.03.2006 19:56

schickes album! zwar sehr sehr kurze laufzeit :/ aber man bekommt doch schon einiges geboten!

von Shit 07.03.2006 18:27

Erst BSF und dann das. Zwei Alben auf die ich mich echt gefreut habe und beide Male eine derbe Enttäuschung. 9 Songs, was für eine verarsche am Kunden. Lieblos sind sie allesamt und bis auf \"Ex\'s And Oh\'s\" auch noch gäääääääähnend langweilig.

von frg 07.03.2006 19:41

das album hat sicher nichts mit hardcore zu tun, aber es gefällt mir sehr gut!

von Yannick 22.03.2006 15:59

finds ziemlich geil...fand auch \"curse\" und \"suicide notes...\" hammermäßig...bin mal gespannt, wie die jungs sich in zukunft noch steigern wollen!

von Calvin 10.04.2006 10:49

das album braucht zeit...fands anfangs auch nicht soo dolle, doch mit der zeit gefällt es immer besser!!!

von marooban 10.04.2006 11:51

vorausgesetzt man hat die zeit.....sich das album schön zu hören...

von Calvin 10.04.2006 12:43

naja..es gibt bestimmt leute die weniger zeit haben als ich...aber es braucht ja nicht unbedingt inflationär viel zeit..4x durchhören dürfte genügen ;-)

von thomas 10.04.2006 19:40

super geiles album,man sollte nicht diskutieren ob es hardcore,emocore,popcore,metalcore oder was es sonst so gibt,es ist einfach musik die spaß macht,das ist die hauptsache...

von Shit 12.04.2006 13:56

Erstmal die Rates runterdrücken...

von Hendrix 12.04.2006 20:34

auf jedenfall noch im selben stil wie die alten atreyu sachen.. wird nach dem 3ten release ein wenig langweilig aber dennoch ne gute scheibe.. wer die alten sachen mag,sollte hier definitv zugreifen!

von Spinkick 12.04.2006 20:44

... irgendwie sind die voll bekackt! Voll die lahme Schnulzenband!

von bla 03.07.2006 22:11

oha, tolles comment, ich seh du hast es echt drauf nen album bzw. ne band zu berwerten spinkick, 1a!

von jhmu 04.07.2006 04:46

naja, emometalcore ist wahrlich nicht der renner... trotzdem gefällt mir das album irgendwie! immerhin 8/10. bfmv würde ich 6/10 geben

von *johnny 04.07.2006 06:08

9 Songs? Wie lange dauert das Album? Alles unter 45 Minuten wäre wirklich eine grobe Verarsche.

von atomic 04.07.2006 08:42

lieber 9 gute songs als 13 und dafür die hälfte schrott..

von *johnny 05.07.2006 05:37

lieber 13 gute und keine 9 abzocker.

von Yannick 02.02.2007 13:31

hm....find das album nach wie vor stark, die kritik bezüglich der anzahl der songs ist denk ich ma gerechtfertigt, \"her portrait in black\" hätte man auch noch drauf packen sollen....nichtsdestotrotz ein feines scheibchen!

von pain 02.02.2007 13:53

naja bei victory gibt es ja häufiger verträge nach denen man jedes jahr ne platte bringen muss. da schaffen manchen gar nicht viel mehr songs...

von segse 02.02.2007 20:36

ab auf die müllhalde!

von Shit 03.02.2007 09:58

Und ich finde Platte immer noch Schrott

von Luke TAR 28.07.2007 14:32

Gefällt mir auch garnicht, das neue Album wird ein noch größerer Abstieg...Aber den neuen As I Lay Dying Song find ich auch scheisse! ;)

von a46 28.07.2007 15:18

neue aild song ist super. immerhin keine anbiederung

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Torben

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