Plattenkritik

Attack In Black - The Curve Of The Earth

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Release Date: 27.11.2008
Datum Review: 23.05.2009

Attack In Black - The Curve Of The Earth

 

Wie gut, dass Daniel Romano beim entrümpeln seines Hauses ein altes Aufnahmegerät fand und seine Kollegen von ATTACK IN BLACK einlud. Die kamen prompt, quartierten sich 3 Nächte bei Romano ein und nahmen alles auf, was sie an Ideen im Kopf hatten.

Und so spontan die Aktion, so schön das Ergebnis. Da verzeiht man gerne das desaströs langweilige Konzert in Köln vergangenes Jahr, da verzeiht man auch, dass Deutschland mal wieder über ein Jahr warten musste bis jemand das Potenzial dieser Scheibe erkennt und sie endlich veröffentlicht. In diesem Fall die Kieler von Zeitstrafe Records.

Und wo ATTACK IN BLACK auf ihrem „Marriage“ noch mit kalkulierter Euphorie ein Ausnahmewerk geschaffen haben, setzen sie diesmal auf minimalistische Sounds, Akustikgitarren und leisen Folk, getragen von einer holprig sympathischen Produktion. Denn wahrscheinlich ist es die Tatsache, dass man weiß unter welchen Umständen diese Platte entstand, die sie so schön macht. Romantischer ist da wahrscheinlich nur BON IVER der sich in einer Hütte in der Wildnis einschließt um über seine verflossene hinweg zu kommen. Doch die Kanadier können das auch ganz ohne Herzschmerz. Man nehme nur den wunderschönen „I’m going to forget“ oder das Titelstück welche beide mit einer solch erdigen Stimmung spielen, die einen so leise und unbemerkt überfällt, dass man gar nicht mitbekommt wie süchtig man nach diesen Songs wird. Denn gerade das erwähnte „I’m Going to Forget“ bringt eine unvergleichliche Wärme ins Ohr des Hörers, lässt ihn nahezu erstarren und lässt ihn auf Elf weitere solcher Songs hoffen. Die er auch bekommt, denn “The Curve of the Earth” ist auf seine eigene Art und Weise sogar noch besser als “Marriage”. Und das meine ich ernst.

Tracklist:

1. I’m Going to forget
2. Ever faster
3. Sparrow
4. Water touched my face
5. Now that im dying
6. Youre such an only child
7. Morning bird / water lines
8. Ever bright ever blue
9. Rope
10. Sounds of dawn and dusk
11. Lady oft he lourdes
12. The curve oft he earth

Alte Kommentare

von Christopher 24.05.2009 11:51

gute und auch abwechslungsreiche Platte. Haben ja inzwischen noch ein Lo-fi Album veröffentlicht, wo ich mich persönlich noch hineinhören muss, aber sie recht interessant ist. Aber bei nächste Veröffentlichung wieder mehr in die "Marriage"-Richtung gehen, bitte! (und das Original-Curve Of The Earth LP-Cover mag ich irgendwie lieber)

von mili 24.05.2009 23:01

naja, dass diese platte besser ist als marriage bezweifel ich auch. oder es liegt an der persönlichen stimmung. aber ansonsten ist das review top

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Raphael

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