Plattenkritik

Augury - Fragmentary Evidence

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Release Date: 17.07.2009
Datum Review: 12.07.2009

Augury - Fragmentary Evidence

 

AUGURY haben sich fünf Jahre Zeit gelassen, um den "Concealed" Nachfolger über Nuclear Blast unter die schmachtenden Verehrer zu werfen. Und auch „Fragmentary Evidence“ ist alles andere als leichte Kost, die nebenbei konsumiert werden kann. Es sind einige Stunden unter dem Kopfhörer nötig, um nur annähernd die Vielschichtigkeit und Virtuosität der Kanadier zu erschließen. Vergleiche mit anderen Bands sind nicht möglich, die Band selber beschreibt sich als "EMPEROR trifft auf ORPHANED LAND trifft auf SYMBIOSIS". Zunächst fällt auf, das im Vergleich zum Vorgänger die weiblichen Vocals fast vollständig verschwunden sind. Somit hat Sänger Patrick Loisel (der zusätzlich die Gitarre bedient) Platz zur Entfaltung, und diese nutzt er auf atemberaubende Weise, indem er seine Stimmenvielfalt präsentiert. Er setzt im Wesentlichen auf seine Grunts, aber auch seine Singstimme und seine variablen Shouts sind von allererster Güte. Das trifft auch auf das brutale, sehr progressive Death Metal Feuerwerk auf „Fragmentary Evidence“ zu, jeder der neun überlangen Songs (der Schlusstrack „Oversee The Rebirth“ dauert über elf Minuten) ufert an mehrere Emotionen, kommt aber immer auf den Punkt und weiß letztlich auch wegen der inneliegenden Fahrrichtungen zu überzeugen. Wenn Instrumente herausgepickt werden müssten, dann einerseits die Bassläufe, die die Szenerie mehr als mitbestimmen, andererseits die formidable Gitarrenarbeit, die immer wieder ausbricht und zu neuen Großtaten aufbricht. Wieder einmal zeigt Kanada einem Großteil der Extremmetalszene, wie anspruchsvoller, immer aggressiver Death Metal mit viel Gefühl gespielt wird, da können sich etliche, gerade in der letzten Zeit wie Pilze aus dem Boden sprießende US Gruppen nur verstecken. GROßartig!

Tracklist:
01. Aetheral
02. Simian Cattle
03. Orphans Of Living
04. Jupiter To Ignite
05. Sovereigns Unknown
06. Skyless
07. Faith Puppeteers
08. Brimstone Landscapes
09. Oversee The Rebirth

Alte Kommentare

von skullz 12.07.2009 20:09

Wirklicher KOPF-DEATH-METAL! Technisch wirklich erhaben, aber wie die kanadischen Kombos halt so sind, ziemlich verkopft und auf die Dauer auch sehr anstrengend. Da lob ich mir die letzte Cryptopsy.

von Mortal Kombat 12.07.2009 20:16

Das ist doch gerade das reizende daran. Ich freu mich jedenfalls immer wenn eine geniale Metal-Platte versucht mich herauszufordern, und es hohe Konzentration erfordert um sie erstmal zu verstehen :) Die Jungs haben in last.fm innerhalb kürzester Zeit Hörerzuwachs bekommen, und bei mir steht das Album auch ziemlich weit oben auf der Einkaufsliste.

von Clement / Allschools 12.07.2009 20:38

Wobei der Kopf nach mehrmaligem Hören weiter nach unten rutscht. AUGURY ermöglichen dem Hörer, nach mehreren Rotationen hinter die Fassade zu schauen.

von nomnom 14.07.2009 03:35

Klingt wie... Atheretic auf Progressive. Und das is verdammt positiv zu bewerten. :D

von skullz@ Clement 29.07.2009 11:59

Ein Tipp für den Metaller bei allschools ;) Da Augury für mich ja zu verkopft waren, wollte ich mal auf CENTAURUS A hinweisen! Die Platte läuft bei mir z. Zt. rauf und runter! Unbedingt mal antesten, falls dies noch nicht geschehen ist!

von Enno 31.07.2009 20:36

Verdammt mächtig die Platte. Kommt in dem Bereich fast an die aktuelle Obscura ran die ich noch einen Tick besser find.

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