Plattenkritik

Authority Zero - Stories Of Survival

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Release Date: 20.04.2012
Datum Review: 27.03.2012

Authority Zero - Stories Of Survival

 

Mit der Art von Kampfgeist, der das nackte Überleben groß schreibt, wird man entweder geboren – oder nicht. Wer sich in der gegenwärtigen Welt auf eine helfende Hand, den Staat als Vertrauensperson oder Routine mit Gewähr verlässt, kann seine Brötchen praktisch gleich selber backen – und bei der Saat des Korns anfangen. Das dauert zu lange? Macht nichts, AUTHORITY ZERO haben Zeit - und Kampfgeist - genug.


Die Band aus der kakteenreichen Studentenstadt (und Heimat von JIMMY EAT WORLD) Mesa in Arizona nämlich schlägt sich zwar seit diesem Jahr frisch volljährig durch die Lande, Städte und Kontinente - bringt es aber in jenen 18 Jahren auf gerade einmal vier Studioalben – inklusive dem nagelneuen Werk „Stories Of Survival“. Dem entgegenzusetzen wissen Frontmann und Sänger Jason DeVore, Drummer Jim Wilcox, Jeremy Wood (Bass) und Gitarrist Brandon Landelius ihren deutlichen, dennoch übermelodischen Punkrock mit Surfsiegel und Skateboardstempel – Marke kalifornische Garage in den Spätneunzigern. „The New Pollution“ fährt direkt schon mal vor, „Get It Right“ lehnt sich noch kurz zurück und genießt bei Gitarrensolo und Sing-A-Long-Chorus die Warped Tour-Atmosphäre.
Der Sound AUTHORITY ZERO´s ist dabei trotz unwirklicher Prägnanz angenehm und vertraut direkt, obgleich ein Teil der zwölf Tracks (+ Livebonus des Albums „Less Rhythm More Booze“) wie zum Beispiel „Break The Mold“ eher füllig obenauf schwimmt. Dass der Hammer nicht umsonst seit 1994 so manchen Nagel versenkt hat, beweisen die sonnenverwöhnten Herrschaften andererseits mit gekonnter Reggae-Anleihe („Big Bad World“) und ausufernder Präzision – wie es „Crashland“ mit knapp fünfeinhalb Minuten langeweilefreier Spielzeit stolz offenbart.

Die FF-Variante „Punk+Core+Ska+Pop“ zieht ihren Hut und wirkt nicht nur bei „The Remedy“ fast schon „retro“, ohne über AUTHORITY ZERO Schimpfworte schüren zu wollen. Angesichts der langen Lebenszeit der Band und dem weltweiten Beiwohnen ihrer Stilistik lodert auf „Stories Of Survival“ zumindest in Teilen bloß das Feuer, welches eigentlich – nein, bei aufgezeigtem Kampfgeist ganz sicher sogar - für einen schweres Brandmal sorgen sollte.

Trackliste:

01. Intro
02. The New Pollution
03. A Day To Remember
04. Brick In The Wave
05. Get It Right
06. Big Bad World
07. Break The Mold
08. Crashland
09. Liberateducation
10. Movement
11. The Remedy
12. No Way Home

Bonus-Livesongs:

13. Break The Mold
14. Big Bad World
15. No Regrets
16. Crashland
17. Carpe Diem
18. Rattlin´Bog

(RE-RELEASE FÜR EUROPA)

Alte Kommentare

von koko jambo 27.03.2012 17:17

geile scheibe, aber vö war doch schon 2010?

von :-O 27.03.2012 21:37

a ya yay koko jambo, a ya yay eyooo!!

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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