Plattenkritik

Avantasia - The Mystery Of Time

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Release Date: 28.03.2013
Datum Review: 04.04.2013

Avantasia - The Mystery Of Time

 

Eigentlich hätte „The Flying Opera“, die große Live-Paket dieses Projekts die letzte Veröffentlichung sein sollen, doch Mastermind Tobias Sammet (EDGUY) kann wohl nicht ohne AVANTASIA. Das neue Werk ist dabei natürlich wieder ein Konzeptwerk geworden, welches sich um einen Uhrmacher dreht, der sich auf Sinnessuche begibt. Ansonsten hat sich im Hause AVANTASIA nicht viel verändert, könnte man im ersten Moment meinen.

Geht man jedoch ins Detail, erkennt man dass Sammet und seine Mitmusiker dieses Mal einiges anders (in meinen Augen besser) gemacht haben als noch auf den Vorgängeralben. Seit dem ersten Output war kein Werk dieses Projekts so schlüssig wie es nun „The Mystery Of Time“ ist. Zum einen harmoniert das Babelsberger Filmorchester perfekt mit der klassischen Bandbesetzung, zum anderen haben endlich wieder nur durchgängig gute Lieder den Weg auf die Scheibe geschafft. Das Füllmaterial, dass man auf der Scarcrow-Triologie an der einen oder anderen Stelle noch finden konnte, sucht man hier glücklicherweise vergebens. Anstelle dessen präsentiert Sammet mit „Where Clock Hands Freeze“, „Savior in the Clockwork“ oder dem überlangen „The Great Mystery“ einige der besten Songs, die je für AVANTASIA geschrieben wurden. Gerade letztgenanntes besticht durch Detailreichtum und Ideenvielfalt und ist mit Abstand das beste Stück der Platte.
Natürlich hat man es sich auch nicht nehmen lassen, wieder einige Gastmusiker mit an Bord zu holen, die den „Opera“-Aspekt unterstreichen. Dieses Mal stehen unter anderem Biff Byford (SAXON), Joe Lynn Turner (Ex-RAINBOW, Ex-DEEP PURPLE) und der scheinbar mittlerweile zum Inventar gehörende Michael Kiske (Ex-HELLOWEEN, UNISONIC) neben Tobi Sammet am Mikro, und AYREON-Mastermind Arjen Lucassen steuert in „The Watchmakers' Dream“ ein Gitarrensolo bei. Alle Künstler fügen sich gut in das Gesamtbild ein und bereichern dieses mit ihren musikalischen Qualitäten eindeutig.

Wer mit Power Metal per se nichts anfangen kann, der wird wohl auch mit „The Mystery Of Time“ nicht zum Fan mutieren. Wer aber stilistisch offen ist oder sowieso schon Anhänger war, der bekommt das bislang beste Werk dieses Projekts geliefert. Mir persönlich gefällt AYREON in diesem Bereich zwar immer noch ein Stück besser, AVANTASIA klangen jedoch noch nie so rund und zwingend wie hier.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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