Plattenkritik

Avatar - Thoughts Of No Tomorrow

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Release Date: 22.09.2006
Datum Review: 01.10.2006

Avatar - Thoughts Of No Tomorrow

 

Leicht war die Geburt von Avatar laut Bandbio offenkundig nicht. Bereits 2001 gegründet, dauerte es lange und einige Besetzungswechsel, bis Avatar also ihr erstes taugliches Line-Up beisammen hatten. Nämlich 2005. Alleine Drummer und Gründungsmitglied John Alfredsson überlebte diese Phase. Nun sagt allerdings der Name dieses Burschen bereits einiges über die Herkunft von Avatar aus. Schweden. Göteborg. Klar, dass zumindest einige Elemente dieses Genres auch bei Avatar in die Mucke einfließen mussten.

Allerdings, das gleich vorweg, gilt festzustellen, dass man keineswegs in einem Fahrwasser dümpelt, welches von den Szene-Größen wie In Flames oder Soilwork vorangetrieben wird. Von der flotten und meist auch melodischen und guten Gitarrenarbeit her erinnert man an At The Gates oder die raueren Dark Tranquillity Werke, macht indes einen Unterschied. Durch den Wechsel bei den Vocals zwischen Death Metal Gegrunze Metalcore-tauglichem Gekreische bedient man eigentlich zwei Welten, die zwar zusammenhängen, manche aber nur mit einem der beiden etwas anfangen können. Soll heißen: "Thoughts Of No Tomorrow" klingt zusammengeschustert und nach nichts halbem und nichts ganzen. Das macht die Sache nicht schlecht, die Gitarrenmelodien sind fein und packend, die Produktion lupenrein. Und eigentlich sollte die Innovationsbereitschaft der Jungs ja auch belohnt werden, mir fällt das aber dann schwer, wenn das Resultat ein wenig wie ein Schnellschuß klingt.

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Moritz

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