Plattenkritik

Avatarium - Avatarium

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Release Date: 15.11.2020
Datum Review: 19.11.2013

Avatarium - Avatarium

 

CANDLEMASS sind Geschichte – Lang lebe AVATARIUM. Diese setzen sich aus CANDLEMASS-Kopf Leif Edling, Ex-EVERGREY-Gitarrist Marcus Jidell, TIAMAT-Trommler Lars Sköld, JUPITER SOCIETYS Carl Westholm und Sängerin Jennie-Ann Smith zusammen – Wenn man so will also eine „Supergroup“.
Gespielt wird epischer Doom Metal, der nicht wirklich mit revolutionären Ideen um die Ecke kommt, jedoch hervorragend komponiert ist und so manchen Gänsehaut-Moment bereithält. Großen Anteil daran hat Jennie-Ann Smith, die mit ihrer, für Doom-Metal-Verhältnisse, eher ungewöhnlichen, Stimme immer wieder großartige (fast schon poppige) Melodielinien findet. Opernhaften Schwanengesang im Sinne von NIGHTWISH muss der geneigte Hörer hier jedoch nicht befürchten. Das bereits im Vorfeld ausgekoppelte „Moonhorse“ ist dabei ein genauso gutes Beispiel für das AVATARIUMs Können wie die psychedelisch angehauchten „Birds Of Brey“ (mit großartigem Klavieroutro) und „Tides Of Telepathy“. Zwischen den melodischen Passagen fährt man immer wieder mächtige Riffwände auf, die im krassen Kontrast zum wunderschönen Gesang stehen. Die Balance zwischen diesen beiden Elementen gelingt dem Quartett ausgesprochen gut. Der bereits angesprochene 60/ 70er Einschlag der Musik tritt vor allem in der zweiten Hälfte der Scheibe immer weiter in den Vordergrund („Boneflower“). Auch hier erfinden AVATARIUM das Rad freilich nicht neu, verstehen es aber prächtig die verschiedenen Klang-Facetten miteinander zu verbinden und ein harmonisches Ganzes zu bilden.
AVATARIUM ist mit ihrem selbstbetitelten Debüt ein durchweg überzeugendes Album gelungen. Wer auf epischen Doom-Metal (der Marke CANDLEMASS) steht und ausdrucksstarkem Frauengesang nicht abgeneigt ist, bekommt hier eine Vollbedienung.



Tracklist:

01. Moonhorse
02. Pandoras Egg
03. Avatarium
04. Boneflower
05. Bird Of Prey
06. Tides Of Telepathy
07. Lady In The Lamp

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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