Plattenkritik

Back At Sea - Monochrome

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.02.2012
Datum Review: 27.02.2013

Back At Sea - Monochrome

 

Wie sehr Musik immer Geschmacksache bleibt, zeigt unter anderem die neue EP von BACK AT SEA. Der Grund dafür, dass „Monochrome“ mit Sicherheit polarisieren wird, ist der Stilwechsel, den die jungen Gießener auf ihrer zweiten Veröffentlichung vollziehen. Dieser führt einerseits dazu, dass sie sich noch weiter vom üblichen Metalcore-Standard verabschieden, andererseits dazu, dass sie gerade mit der neuen gesanglichen Ausrichtung bei manch einem Hörer anecken werden.
Dominante, sehr hohe Schreie nehmen einen sehr prominenten Platz ein, wirken in den gradlinigen Melodic-Hardcore Songs des Fünfers anfangs dabei aber gewöhnungsbedürftig. Diese Art von Gesang ist man sonst nur aus dem Scream-Bereich gewohnt. Hat man sich aber erst einmal mit dem Stil angefreundet, eröffnen sich vier abwechslungsreiche Lieder, die noch dazu ein interessantes Konzept verfolgen (Nachzulesen im Interview, dass wir mit der Band geführt haben). Kann man die ersten beiden Lieder noch als „gut aber eher gewöhnlich“ einstufen, kristallisiert sich nach einigen Durchläufen „Malevolence“ als Höhepunkt der EP heraus. Nach eher ruhigem Beginn steigert „Malevolence“ seine Intensität bis zum großartigen Finale immer weiter und beißt sich dabei nicht an der üblichen Strophe-Refrain-Struktur fest. Eine ähnlich dichte Atmosphäre erschaffen die fünf Musiker auch am Ende des Titeltracks, der „Malevolence“ in Sachen Leidenschaft in nichts nachsteht – Ein gelungener Abschluss.

Am Ende steht eine EP, die überzeugt. Am Gesangsstil wird zwar nicht jeder Gefallen finden, musikalisch ist an „Monochrome“ jedoch kaum etwas auszusetzen. BACK AT SEA haben sich aufgemacht, ihre eigene kleine Nische in der Hardcore-Welt zu suchen. Die zweite Veröffentlichung ist dabei der erste Schritt in diese Richtung. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Gießener ihren Output in naher Zukunft noch als CD oder Vinyl zu Verfügung stellen, denn das großartige Artwork des jungen Aschaffenburg Künstlers Max Löffler hätte es neben BACK AT SEAs Musik ebenfalls verdient physikalisch publiziert zu werden.

Trackliste:

1. Decapitated
2. Disenchanted
3. Malevolence
4. Monochrome

Alte Kommentare

von andy 27.02.2013 21:47

etwas zu wohlwollend für ein allschools review.. andere bands hätten für so ein release wohl eher was auf den deckel bekommen.. ;)

von Mastei 27.02.2013 22:07

@andy. Inwiefern?

von rafu1987 27.02.2013 22:51

Ja bitte, sprich dich doch aus, Andy!

von Joni 28.02.2013 15:46

unverständlich! und ich glaube das das review von nem bandmitglied geschrieben wurde oder von nem freund der band

von Mastei 28.02.2013 17:21

Danke. Bin weder Freund noch Bandmitglied. Wie kommst du auf "unverständlich"?

von diekatze 28.02.2013 18:14

die eunuchen-screams sind echt uncool. bei continuance beispielsweise tröstet die mördergeile band noch drüber hinweg aber hier wollen meine ohren nicht mitmachen.

von Jürgen 28.02.2013 19:52

eunuchen screams? hc muss also männlich klingen sonst ist es scheiße...sexism here we go. ich bin zwar auch der meinung dass die vocals sehr gewöhnungsbedürftig sind aber im gesamtkonzept gesehn ist es echt gut gemacht.

von Joni 28.02.2013 20:18

mit unverständlich meine ich das das review wohl eher einer falschmeldung ähnelt

von suicidesaloon 03.03.2013 13:15

Zugegeben ich war nach dem Hören der neunen Platte a Much etwas skeptische was den Gesang betrifft.ich nicht davon täuschen lassend war ich gestern auf einem Konzert der Jungs und bin sehr positiv überrascht über das sehr stimmige Gesamtbild! @diekatze: hier muss niemand getöstet werden, weil der Gesang ins Konzept passt! Die Jungs machen Musik mit ganz viel Herzblut und jeder der die Möglichkeit hat sich eine Show von Back at Sea anzuschauen, sollte dies tun - es loht sich!

von MP 13.03.2013 10:41

Sowohl Gesamtkonzept als auch (Bühnen-)Präsenz können ja nur als stimmig wahrgenommen werden, da sie - wahrscheinlich bis aufs detail - durchgeplant sind. ebenso wie der rest der band. viel spass mit vorgefertigten Meinungen, Äusserungen und szenetypischen Details. Mehr als abgekartete Klischeebedienung ist das meiner Meinung nach nicht.

von tim w. 14.03.2013 19:50

ihr seid so hart hardcore...

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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