Plattenkritik

Bad Aces - Rope A Dope

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Release Date: 25.06.2010
Datum Review: 18.06.2010

Bad Aces - Rope A Dope

 

Man kennt es ja nicht von zu wenigen Bands, dass sie gerade Live ihre Songs energiegeladener, spritziger und wilder darbieten als auf den Alben. Kein klinisch reines Tonstudio, wo jede Tonspur auseinander genommen wird, bevor man erst später alles zu einem Song zusammengefügt. Im schlechtesten Fall spielt noch jedes Mitglied der Band alleine für sich, ohne Blickkontakt zu den anderen. Keine Spontanität kann entstehen und das ist es doch gerade, was eine unglaubliches Live-Erlebnis ausmacht.

Jon Caffery, der Produzent der BAD ACES, dachte sich wohl, er umgeht das ganz mal. Man miete sich eine Club, packt seinen Wagen mit Aufnahme-Equipment voll und schickt die fünf Jungs, welche noch alle Anfang zwanzig sind, auf die Bühne. Es soll die Dynamik eingefangen werden. Ob das gelungen ist, kann man wohl nur mit direktem Live-Vergleich sagen. Auf jeden Fall ist aber ein dichter, voller und packender Sound entstanden, der einem zumindest das Gefühl näher bringen kann, wie sich die BAD ACES auf der Bühne verhalten.

Die Songs sind allesamt Punk infizierter Rock mit bierseeligen Grölchor. Teilweise schielt der Sound mehr in die Richtung Rock 'n' Roll ('Look Around') oder Punk ('Silver Ring'). Dazu gesellen sich leider häufig plakative Lyrics mit platten Reimen.
'I've got a spike right through the head, I feeling bad, it's driving me mad'.
Man sollte per Gesetz verbieten, dass noch einmal das Wort 'mad' auf 'bad' gereimt werden darf.

Indes gibt es auch textliche Lichtblicke, wie im letzten knackigen Parade- und Titelsong 'Rope A Dope'. 'I got cards to rope a dope and so i live through the days and I'll make my way cause there's more to get than a rope around you're neck'.

Ein respektables, aber noch nicht überzeugendes, dreckiges und lautes Rock 'n' Roll Album ist hier den fünf jungen Ratingern gelungen. Es verschließt sich nicht völlig vor anderen Einflüssen, könnte dennoch etwas mehr Abwechslung vertragen.

Tracklist:

1.Master/Monster
2.More To Score
3.Blood Brothers
4.One Day Star
5.Chance To Move
6.Look Around
7.Silver Ring
8.East To West
9.Another Day
10.Heart And Soul
11.Rope A Dope

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Kilian

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