Plattenkritik

Bad Astronaut - Twelve Small Steps, One Giant Disappointment

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Release Date: 13.11.2006
Datum Review: 05.11.2006

Bad Astronaut - Twelve Small Steps, One Giant Disappointment

 

BAD ASTRONAUT wird immer gerne als das Indierock Nebenprojekt von LAGWAGONs Joey Cape beschrieben. Von jeher zeichnete sich BAD ASTRONAUT als eine poppigere und experimentierfreudigere Version des doch sehr eingegrenzten LAGWAGON Sounds ein, so richtig von Indierock möchte ich jedoch nicht sprechen. Mit "Twelve Small Steps, One Giant Disappointment" erscheint nun das dritte und zeitgleich das finale Album unter dem Namen BAD ASTRONAUT. Grund hierfür ist der Tod von Joey Capes Freund und ehemaligem LAGWAGON Drummer Derrick Plourde, mit dem er dieses Projekt ursprünglich ins Leben gerufen hatte. Derrick Plourde beging im März 2005 Selbstmord, Joey Cape entschloss sich jedoch das Album fertig zu stellen und Plourde ein kleines Denkmal zu setzen. Nicht alle der Drum Parts stammen also von Plourde.

4 Jahre nach "Houston: We Have A Drinking Problem" setzen Joey Cape und seine 6 Mitstreiter mit warmen und leicht melancholischen Klängen dort an, wo man zuletzt aufhörte. Sehr atmosphärisch und mit Cello sowie wohl platzierten elektronischen Elementen versehen zaubern BAD ASTRONAUT wunderschöne Popsongs, mit äußerst viele Liebe zum Detail. Ein "Autocare" überrascht mit richtig aggressivem Keyboard-Einschlag während viele der Songs temporär in akustische Gewänder gepackt sind bevor sie sich, vom aufgedrehten Verstärker angespornt, entblättern. BAD ASTRONAUT nehmen den Zuhörer mit "Twelve Small Steps, One Giant Disappointment" auf eine vielschichtige und abwechslungsreiche Reise mit vielen ruhigen und auch melancholischen Momenten, bei denen auch ein punkiger Druck nicht vernachlässigt wird. Mit einem sehr ruhigen und dunklem "The Thirteenth Step" wird das letzte Kapitel von BAD ASTRONAUT präsentiert und man wird diese Band vermissen, die sich mit ihrem bis dato bestem Album verabschiedet.

Tracks:
1: Good Morning Night
2: Ghostwrite
3: Beat
4: Stillwater, California
5: One Giant Disappointment
6: Minus
7: Best Western
8: San Francisco Serenade
9: Autocare
10: Violet
11: Go Humans
12: The “F” Word
13: The Thirteenth Step

Band:
Joey Cape - Vocals
Angus Cooke - Cello, Percussion, Vocals
Marko DeSantis - Bass
Thom Flowers - Guitars, Vocals
Derrick Plourde - Drums
Jonathan Cox - Loops, Keys, Programming
Todd Capps - Keys, Vocals

Alte Kommentare

von ... 19.11.2006 19:55

Schönes Album, ich würde glatt zu einer 9/10 tendieren.

von Patx1981 19.11.2006 22:28

Finds einfach nur langweilig...Joey Cape ist zwar ohne Frage sehr talentiert und seine Stimme sehr markant,aber ist dies genau der größte Minuspunkt dieses Releases.Klingt alles wie Lagwagon...nur schlechter...

von hth 19.11.2006 22:42

finde ich jetzt eher umgekehrt. tolles ding und ich tendiere auch zu 9/10

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Torben

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