Plattenkritik

Banda Bassotti - Amore E Odio

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Release Date: 01.01.1970

Banda Bassotti - Amore E Odio

 

BANDA BASSOTTI hat sich vor einer ganzen Ewigkeit in den Vororten Roms gebildet. Stark politisch und sozial motiviert organisierte man sympathisierende Initiativen oder Arbeitsbrigaden. Erst in den späten 80ern formierte man sich zu einer Band, die sich munter an Hausbesetzungen und Demonstrationen beteiligte. Nun kommt das mittlerweile siebte Album der Italo-Ska-Punker mit dem Namen "Amore e Odio" hierzulande auf den Markt, und die bunte Truppe ist sichtlich bemüht, das BANDA BASSOTTI Feuer flächendeckend und kompromisslos auf dem europäischen Kontinent zu verbreiten. Gegensätzlich zu ihren Texten wirkt das ganze musikalische jedoch gar nicht so straight. Absolut abwechslungsreich und mit meist melodischem, italienischen Gesang geht das gesamte Programm mit ordentlichem Ohrwurmpotential und absoluter Tanzbarkeit zur Sache. Die bis zu 13 Köpfe zählende Bande versteht es die Bläser mal in den Vordergrund zu schieben und das Tempo zu dominieren um an anderer Stelle nur sporadisch unterstützend der Punkschiene zu frönen. Sowohl Frauen- als auch Männerchöre werden an geeigneter Stelle eingesetzt und überraschen dadurch, dass sie nicht gröhlen sondern vernünftig mitsingen, das kenn man so ja gar nicht. Die Hits der 13 Songs umfassenden Scheibe befinden sich bereits in der ersten Hälfte des Silberlings. Während "Partiro‘ Per Bologna" und meine persönlicher Favorit, der Titeltrack "Amore E Odio" absolut ins Ohr gehen und zum Mitsingen animieren, kann die zweite Halbzeit nicht mehr viel reißen und auch die abschließende, französisch vorgetragene, revolutionäre Working-Class Hymne "La Classe Ouvriere" kann mich nur bedingt überzeugen. Für Ska-Fans stellt "Amore e Odio" definitiv ein Pflichtkauf dar, wer nicht des Italienisch mächtig ist, kann im Booklet die Texte auf Englisch und Spanisch nachlesen. Die geballte Italo-Ladung kann man übrigens im Laufe des Dezembers in deutschen Konzertsälen erleben, schon alleine Band und Crew dürften mancherorts die halbe Location füllen...

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Torben

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Allschools Chef

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