Plattenkritik

Bane - Don't Wait Up

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Release Date: 09.05.2014
Datum Review: 09.05.2014

Bane - Don't Wait Up

 

I’ve never been much good at saying goodbye. - so endet das letzte BANE Album. Ob Aaron Bedard, seines Zeichens Sänger und Texter der Band, mit dieser Aussage Recht behalten wird, gilt es innerhalb von 30 Minuten herauszufinden. 30 Minuten, die reichen müssen um den Ausnahmestatus dieser Band zu untermauern und zu festigen. 30 Minuten, die reichen müssen um den Kloß im Hals herunterzuschlucken und weiter zu machen. Sicherlich keine leichte Aufgabe. Vorhang auf für Don’t Wait Up.

Lange war es ruhig um die Hardcore Urgesteine gewesen. Die essentiellen Veröffentlichungen (Give Blood, The Note) liegen schon lange zurück und die großartigen Liveshows wurden leider immer rarer. Dann der zu erwartende Paukenschlag: BANE werden sich auflösen. Aber eben nicht, ohne noch ein weiteres essentielles Album zu veröffentlichen und sich mit großartigen Liveshows von der kompletten Szene zu verabschieden.
Dass dies der Band und Aaron im Speziellen keinesfalls leicht gefallen ist beweist er bereits in den ersten Liedern:
I’d rather die than see them go, can’t wipe these pretty songs from my eyes. / My brain, it was all blocked up. The words they would not come. Daher versucht er sich zu helfen und schreibt eben genau über diese Schwierigkeit und was ihm die Szene gegeben hat und hoffentlich noch geben wird. All diese Gedanken und Wehmute gipfeln dann in dem wirklichen Abschieds BANEs von ihrer geliebten Szene: Calling Hours. Ein Lied mit so viel Pathos und Ehrlichkeit, wie man es eigentlich nur von BANE gewohnt ist. Ein Lied welches problemlos auf nahezu jeden persönlich übertragen werden kann. Und genau da findet sich einer der größten Stärken von Don’t Wait Up. Zwar als Abschied aus der Hardcore Szene geschrieben, kann man fast bedenkenlos jedes Lied auch auf eine persönliche Situation übertragen und hat damit sein ganz eigenes Album zum Abschied. Großartig und wird sicherlich irgendwann bei Einigen zur Anwendung kommen.

Untermalt wird das ganze mit den gewohnt typischen BANE Gitarren, die einen schon beim bloßen zuhören animieren wollen von der nächstbesten Bühne zu stagediven. Denn dieses Album wurde eben für Abschiede von Bühnen geschrieben und auch genau dort sollte es bald abgefeiert werden. Tut euch den Gefallen.

I’ve never been much good at saying goodbye. - nie hast du dich mehr geirrt, Aaron.


Tracklist:
01. Non-Negotiable
02. All The Way Through
03. Calling Hours
04. Park St
05. What Awaits Us Now
06. Hard To Find
07. Lost At Sea
08. Post Hoc
09. Wrong Planet
10. Final Backward Glance

Alte Kommentare

von Vandersmutify 09.05.2014 19:45

da kann man auch schonmal 9-10 punkte geben

von günter schabowski 09.05.2014 20:13

sehr kurz gehaltenes review, wird der band und der lp nicht gerecht. schließe mich dem vorredner an, mindestens 9 punkte!

von qt 09.05.2014 21:17

habe Bane erst mit der world series kennengelernt (Bin eben noch sehr jung). "Another world", "The young and the restless", "The bold and the beautiful"... alles Songs bei denen ich heute noch ne Gänsehaut kriege wenn ich sie höre.... Und ich hab das Gefühl, dass sich das hier in dieselbe Richtung entwickeln wird...!

von Kurz gehaltenes Review 09.05.2014 22:10

Ist doch top! Wer möchte schon groß Geschwafel hören? Kurz und prägnant auf den Punkt - Super!

von Super Review 10.05.2014 11:34

Weniger ist mehr. Platte ist auch spitze.

von Fabian 10.05.2014 20:13

Haha euch kann man es auch nicht wirklich recht machen! Entweder sind die Reviews zu lang, oder wir "geben immer viel zu viele Punkte". Am Ende vom Tage ist eine Bewertung sowieso immer etwas subjektiv, egal wie sehr man versucht dies zu vermeiden und da euch und mir die Platte gut gefällt ist es doch völlig irrelevant ob ich da eine 8 eintippe und ihr eine 9.

von ganz 11.05.2014 11:51

nebenbei: ein wunderschönes cover artwork

von Sascha 11.05.2014 12:54

Tolles Review. Mag gar nicht daran denken, dass diese Band demnächst nicht mehr da ist. Die letzten einer großartigen Boston-Generation. Genau wegen solcher Bands liebe ich diese Musik. Und wegen Menschen wie Bedard. Da kriegt man fast nen Klos im Hals. Und ja, auch das Artwork trifft genau den richtigen Ton. Hab zwar erst zwei Songs hören können (will das genießen und nicht vor eintreffen der Pre-Order schon in alles reinhören), aber die waren unglaublich gut. Kann es kaum erwarten!

von jona 14.05.2014 12:24

das album ist sooo groß. was freue ich mich auf die shows!

von 1a 15.05.2014 10:54

geile scheibe, aber irgendwie sehr bane-untypischer gesang. erinnert mich stellenweise sehr an endstand.

von twin 15.05.2014 18:30

Erinnert mich stellenweise an Disconnecting von Sinking Ships.

von Jensen 21.05.2014 19:04

Tolles Album. Sehr gute Songs, schickes Artwork, alles richtig gemacht.

von Dopethrone 15.06.2014 22:18

Bin froh wenn diese Band ein Teil der Geschichte wird … bis zur bejubelten Reunion!

von morgen bremen 24.07.2014 09:49

jeah

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Fabian

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