Plattenkritik

Banquets - Top Button, Bottom Shelf

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Release Date: 23.08.2011
Datum Review: 15.08.2011

Banquets - Top Button, Bottom Shelf

 

Mit Bands wie Gaslight Anthem und The Get Up Kids hat das Genre des melodischen Punkrocks echte Größen vorzuweisen und sogar den Einzug in die Charts geschafft. Doch abseits dieser großen und zum Teil extrem gehypten Bands gibt es viele kleine Bands, die es ebenfalls verdient haben, dass man ihnen mehr Aufmerksamkeit schenkt. So zum Beispiel die vier Herren aus New Jersey die sich hinter BANQUETS verstecken. Mit „Top Button, Bottom Shelf“ bringen sie nun ihr erstes full length Album auf den Markt und zeigen damit wahrlich Größe.

Sehr persönliche Songtexte und mitreißende Melodien machen diese Platte trotz ihrer leider viel zu kurzen Dauer von 25 Minuten zu einem echten Erlebnis. Den Jungs geht es dabei nicht um den großen Erfolg, sondern um den Spaß an der Musik und genau das hört man der Platte auch an. Sie strotzt nur so vor guter Laune und wirkt dabei echt ansteckend auf den Hörer, der unweigerlich zum mitwippen oder tanzen animiert wird. Schon nach wenigen Durchläufen ist man daher in der Versuchung die melodischen Refrains laut mitzusingen. Besonders angetan haben es mir dabei die Songs „Sound Of Money“ und „Best Night Of The Night“.
Im vergangenen Jahr haben BANQUETS bereits eine EP mit dem Namen „Nothing Is Fucked Here!“ veröffentlicht, die durchaus Anerkennung fand, doch mit ihrem Debutalbum könnten sie nun wirklich durchstarten, da sie ihren Genrekollegen in nichts nachstehen. Klar ist es nichts neues was die Mannen hier musikalisch machen, doch mit eingängigen Melodien und der unglaublich tollen Stimme von Sänger Travis haben sie ein tolles Album aufgenommen, das auf jeden Fall seine Berechtigung hat und hoffentlich auch die wohl verdiente Anerkennung bekommen wird.

Einen absoluten Leckerbissen gibt es bei dieser Platte übrigens für Plattensammler/-liebhaber, denn das Album erscheint nur in einer Auflage von 200 Stück über das Bielefelder Label Coffeebreath And Heartache. Dabei handelt es sich um zweifarbiges Vinyl. Und auch die Cover haben einen ganz besonderen Charme, da diese auf die Innenseite von alten Plattencovern von Heino oder anderem Schund handgesiebdruckt werden. Das nenne ich mal recycling! Wer also eine dieser liebevoll gestalteten Platten ergattern will sollte sich beeilen.

Tracklist:
01. 377
02. Just Me And My Canseco Rookie Card
03. Forever Bender
04. Sound Of Money
05. Best Night Of The Night
06. Fireplug
07. Heads Down Thumbs Up
08. Unforgiven V
09. Sometimes A Wolf
10. Lips To The Ground

Alte Kommentare

von Wecki 15.08.2011 22:48

Werd ich mir aufjedenfall mal anhören. Der Sänger war vorher auch bei der Band Let me Run. Das Erste Album von denen (Meet me at the bottom) Fand ich damals absolut gut. Hat mich ehrlich gewundert das die nich ähnlich wie the gaslight Anthem deren Album etwa zur gleichen Zeit rauskam durchgestartet sind.

von ich würde sagen 15.08.2011 23:14

du hast mal keine ahnung, wenn du diese band mit the gaslight anthem vergleichst, da gibt es andere band im "genre" die da durchaus relevanter wären um diese aufzuführen.

von Wecki 15.08.2011 23:54

Das letzte Album von The Gaslight Anthem hat nicht unbdedingt durch Relevanz geglänzt. Aber sowas ist natürlich subjektiv. Diese relevanteren Bands hätte ich aber gerne genannt. Gute neue Musik will schließlich jeder hören!

von jensen 16.08.2011 08:44

Also mit TGA haben sie auch meiner Meinung nach wenig zu tun, die Banquets. Aber super sind natürlich trotzdem oder für einige wahrscheinlich gerade deswegen. Bin extrem gespannt auf die Platte, kann aber eigentlich nach dem bisher Gehörten nur toll werden. Und die Verpackungskünstler von C&H haben sich ja auch wieder was einfallen lassen, woohoo!

von Clement 16.08.2011 09:40

ich lese nichts über einen direkten vergleich mit TGA. wo steht das denn?

von Alex G. 16.08.2011 09:54

Bezieht sich alles auf den ersten Kommentar, Clement.

von Clement 16.08.2011 10:12

da auch nicht!

von Wecki 16.08.2011 10:36

Ich hatte lediglich geschrieben dass das beide Alben (Let me run u. TGA) gleichzeitig rausgekommen sind und ich bei beiden erwartet habe das sie übermäßig erfolgreich werden. Von der Musik lassen sich Banquets und TGA natürlich schwerlich vergleichen wenn man mal von "punk" als genre absieht. Ich warte aber immernoch auf die "relevanteren" Bands!

von Sven N 29.08.2011 13:49

....und erwähnen muss man noch, dass die Meet me at the Bottom von Let me Run ganz großes Kino ist! Ich bin gespannt auf die neue Banquets. Die EP fand ich eher so okay, aber wer weiß, was bei der LP geht....

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Wencke

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