Plattenkritik

Barn Burner - Bangers

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Release Date: 12.02.2010
Datum Review: 12.02.2010

Barn Burner - Bangers

 

Hach ja, Labels und ihre Bewerbungsversuche. Wann hat schon wirklich jemand was auf das Geschriebene eines Promoters gegeben?! Auch Metal Blade machen da keine Ausnahme: „BARN BURNER [haben sich] einen eigenständigen Sound zurecht geschneidert, der nur schwer kategorisiert werden kann.“ Aber wo kann hier etwas nur schwer kategorisiert werden? Ich mag ja Schubladen auch nicht so, aber wenn man sich schon im vorigen Satz („die technischen Fähigkeiten und die Intensität des Heavy Metal und die Eingängigkeit und Langlebigkeit des Stoner bzw. Classic Rock“) um sie bemüht hat (und man bei der Wahl der Schubladen den Nagel eigentlich ganz gut auf den Kopf getroffen hat) - wozu dieser klischeehafte Einschub?

Aber das muss ja die Band per se nicht schlecht machen. BARN BURNER sind auch nicht schlecht. Man könnte sagen: Das was sie machen, das machen sie sogar ausgesprochen gut. Wenngleich BARN BURNER eher – Label aufgepasst! – die konservative Schiene bedienen, das heißt: Innovationen sucht man vergebens. Will die Band auch gar nicht, denn wie gesagt: Das was sie machen, das machen sie ja gut.

Stoner meets Heavy Metal hieß es, und ja, das stimmt. Solche Riffs könnten genretypischer gar nicht sein; und dass diese Band gerne alte BLACK SABBATH hört, ja darauf braucht man gar nicht erst zu wetten! Passend dazu die Produktion: Klar, man lebt nicht mehr in den 70ern, und klar, das fordert eine andere Produktion, aber hey, roh und bissig klingt das immer noch!

Vorteilhaft, wenn dann auch das Songwriting mitspielt. „Bangers“ enthält reichlich mehr als ordentliche Momente, die die übliche Stoner-Schiene etwas auflockern, beispielsweise im sehr herausstechenden „Brohemoth“. Unvorteilhaft, wenn das nicht die Regel ist, und diese gewöhnliche Stoner-Schiene zu oft gefahren wird. Das hindert „Bangers“ daran, mehr als bloß eine Empfehlung für Genrefans zu sein. Die dürften jedoch mit einem Release unterhalten werden, welches seinen Zweck ganz gut – wenn auch nicht ideal - erfüllt. Hmpf.

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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