Plattenkritik

Barren Earth - On Lonely Towers

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Info

Release Date: 30.04.2015
Datum Review: 30.04.2015
Format: CD

Tracklist

 

1. From the Depths of Spring
2. Howl
3. Frozen Processions
4. A Shapeless Derelict
5. Set Alight
6. On Lonely Towers
7. Chaos The Songs Within
8. The Vault

Band Mitglieder

 

Jón Aldara - Gesang
Olli-Pekka Laine - Bass
Sami Yli-Sirniö - Guitars
Janne Perttilä - Guitars
Kasper Mårtenson - Keyboards
Marko Tarvonen - Drums

Barren Earth - On Lonely Towers

 

Es hat sich bei BARREN EARTH so einiges getan seit dem letzten Album „The Devil’s Resolve“. Zum einen stieg mit Mikko Kotamäki (SWALLOW THE SUN) die Stimme der Band aus, zum anderen bewegt man sich auf dem nunmehr vierten Album einen gewaltigen Schritt weg vom Death Metal der Anfangstage, hin Richtung progressive Rock. Spielte diese Spielart bei der finnischen Gruppe schon immer eine gewichtige Rolle, so nimmt sie nun fast die Hauptrolle ein.

Als Sänger hat man sich Jón Aldará von den isländischen Senkrechtstartern Hamferð geangelt – Keine schlechte Wahl, wenn man sich „On Lonely Towers“ so anhört. Klargesang und Growls greifen perfekt ineinander, der Charakter des bisherigen Schaffens bleibt erhalten. Dies lässt sich auch über den Rest des Schaffens sagen. Auch wenn die Instrumentierung etwas anders, sprich vertrackter, sein mag als auf den bisherigen Werke, so ist durch die melancholischen Zwischentöne immer herauszuhören, um welche Band es sich hier handelt.
Dennoch benötigt „On Lonely Towers“ einige Durchläufe bis zur endgültigen Entfaltung. Möchte man das Album zwischen Abwasch und Bügeln hören, so wird es womöglich durchrauschen und kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nimmt man sich jedoch Zeit (und vielleicht sogar das Booklet zur Hand), so erlangt man über kurz oder lang Zugang zu einem der detailreichsten progressive Death-Metal-Alben der letzten Zeit.

BARREN EARTH schaffen es – trotz zahlreicher Parallelen – einen anderen Ansatz als OPETH zu wählen und grenzen sich so von deren ähnlich gelagertem Schaffen („Ghost Reveries“ und „Watershed“) ab, die wesentlich finsterer und härter waren.

 

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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