Plattenkritik

Battle Beast - Steel

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Release Date: 27.01.2012
Datum Review: 30.01.2012

Battle Beast - Steel

 

„Geht es denn noch klischeebeladener?!“ - Das kann man sich fragen, wenn man hier auf Band-, Album- und so manch einen Lied-Namen schaut. BATTLE BEAST, das sind sechs junge Finnen die sich dem klassischen Heavy Metal verschrieben haben. Vor gut zwei Jahren gewannen sie den Metal Battle des Wacken Open Airs, was wohl der ausschlaggebende Punkt für Nuclear Blast war diese junge Truppe unter ihre Fittiche zu nehmen.

Nun erscheint mit „Steel“ das erste offizielle Album der Nordlichter. Die Neuerfindung des Metals sollte man jedoch nicht erwarten wenn man den Langspieler in die Anlage wirft. BATTLE BEAST spielen melodischen Metal der einen starken 80er Einschlag hat und nicht selten an ACCEPT oder frühe MANOWAR Scheiben erinnert. Dabei schaffen sie es trotzdem den Hörer (an den Eiern) zu packen und ihn für die Spielzeit zu unterhalten. Sei es der stampfende Opener „Enter The Metal World“, das hymnische „The Band Of The Hawk“, die bombastische Halbballade „Savage And Saint“ oder das flotte „Show Me To Die“, BATTLE BEAST fahren die komplette Melodic-Metal-Palette auf und decken jedes Spektrum ihres Genres ab. Dabei agieren sie musikalisch, für einen Newcomer, auf einem überraschend hohen Niveau. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass sie sich sehr stark an das Songwriting ihrer Vorbilder anlehnen und nur wenige Passage Eigenständig klingen. Auch Nitte Valos Stimme weiß hervorzustechen. Sie überzeugt mit ihrer kräftigen Stimme und trifft auch hohe Töne, die nicht selten angestimmt werden, in traumwandlerischer Sicherheit. Textlich treten die Finnen sehr oft in die Manowars Fußstapfen und lassen beinahe kein Metal-Klischee aus. „Steel“s Produktion hätte an einigen Stellen noch etwas differenzierter klingen dürfen. Gerade in Momenten, in denen die gesamte Band involviert ist und das Keyboard munter im Hintergrund klimpert, hätte man sich ein wenig mehr Spielraum für die einzelnen Instrumente gewünscht.

Insgesamt ist den jungen Finnen mit ihrem Debütalbum ein ordentliches Werk gelungen, welches Fans des „truen“, ursprünglichen Metals sicher gefallen wird. Wer auf melodischen Metal steht sollte hier auf jeden Fall ein Ohr wagen, denn Spaß macht die Platte. BATTLE BEAST haben so manch einen Ohrwurm-Refrain auf Lager, den man nach dem siebten Bier gerne laut mitgrölen möchte. Dies täuscht jedoch nicht über Tatsache hinweg, dass noch einiges zu tun ist und an vielen Stellen die persönliche Note fehlt.


Tracklist:
1. Enter The Metal World
2. Armageddon Clan
3. The Band Of The Hawk
4. Justice And Metal
5. Steel
6. Die-Hard Warrior
7. Cyberspace
8. Show Me How To Die
9. Savage And Saint
10. Iron Hand
11. Victory

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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